Der deutsche Entsorgungsdienstleister Veolia Umweltservice mit Sitz in Hamburg wird sich künftig sehr stark auf dem Abfallmarkt in Lettland engagieren. Veolia Umweltservice übernahm dazu 51 % der Anteile am Entsorgungsunternehmen SIA Nelsens, dem Marktführer im Baltikum, und damit die Mehrheit. Diese Mehrheit wurde bisher von der Firma SIA Bioinvest gehalten, die sich mit dem Verkauf ihrer Anteile an Velia Umweltservice nun komplett aus dem Unternehmen zurückziehen wird. Außerdem bringen die Hamburger ihre Tochter SIA Cleanaway und somit weiteres technisches Know-How in das lettische Unternehmen ein. Das Kartellamt in Lettland hat die Übernahme bereits wohlwollend zur Kenntnis genommen und dem Vertragsabschluss mit Datum vom 25.07.2008 zugestimmt. Mit dem nun erfolgten Einstieg von Veolia Umweltservice bei SIA Nelsens wird das bisherige Angebot des Konzerns optimal ergänzt und ausgebaut. SIA Nelsens sammelt in erster Linie die in privaten Haushalten und Gewerbebetrieben anfallenden Abfälle und zeichnet für die Reinigung der Straßen in den lettischen Städten Jurmela und Riga, der Hauptstadt des Landes, verantwortlich. Veolia Umweltservice wird sich mit seinen unternehmerischen Aktivitäten in Lettland über seine Tochter SIA Cleanaway vor allem auf Riga konzentrieren. Dabei wird SIA Cleanaway die bisherigen Arbeiten von SIA Nelsens in der Hauptstadt Riga übernehmen und darüber hinaus auch den Abfall von Baustellen in der Hauptstadt einsammeln. Durch den Einstieg von Veolia Umweltservice gewinnt die Abfallwirtschaft in Lettland nicht nur einen kompetenten Dienstleister, der über langjährige Erfahrung in allen Bereichen der Abfallentsorgung verfügt. Darüber hinaus gilt Veolia Umweltservice auch als Spezialist beim Recycling von gewöhnlichen Abfällen, insbesondere aber auch von Wertstoffen. Damit wird über kurz oder lang auch die Umwelt in Lettland vom Engagement des Hamburger Unternehmens im Baltikum profitieren. Branchenkenner und Unternehmensinsider schätzen den jährlichen Umsatz von SIA Nelsens durch den Ausbau des bisherigen Dienstleistungsangebots auf rund 5 Millionen Euro und mehr. Durch die erwarteten Einsparungen infolge von Synergieeffekten, kann zudem auch mit einem Anstieg des Gewinns gerechnet werden, was wiederum  für gute Laune bei den Aktionären sorgen dürfte.


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