Der Meinung wurde am Dienstag, den 06. Oktober 2009 um 14:57 Uhr veröffentlicht und wurde unter Wirtschaft abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Je nach Art und Umfang eines Unternehmens kann es viele Gründe geben, die für oder gegen einen Gang an die Börse sprechen. Ein beliebtes und häufig genanntes Argument für einen Börsengang ist die Beschaffung von zusätzlichem Kapital, das mit der Herausgabe von Aktien freigesetzt wird. Andererseits reagierten die Unternehmen im zurückliegenden Jahr eher zurückhaltend, wenn es um den Gang an die Börse ging, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die weltweite Wirtschaftskrise. Die ersten Anzeichen einer sich anbahnenden Konjunktur haben nun dazu geführt, dass die Zahl der Börsengänge im dritten Quartal wieder leicht nach oben ging.
Für den Aufschwung am Aktienmarkt zeichnen aber weniger die Unternehmen in den Industriestaaten in Europa und Nordamerika verantwortlich, sondern vielmehr die Börsen in den sogenannten Schwellenländern. Während es in Deutschland im dritten Quartal mit dem chinesischen Unternehmen “Viton Wireless Technology“ nur einen Neuzugang an der Börse zu vermelden gab, waren es in Europa insgesamt nur acht und in den USA neun Unternehmen, die neuerdings in Aktien gehandelt werden können.
Ganz anders dagegen die Situation auf den Aktienmärkten in China und Indien, wo die Unternehmen maßgeblich für die Verdoppelung der weltweiten Börsengänge von 77 im ersten Quartal auf zuletzt 149 Neuzugänge im dritten Quartal 2009 verantwortlich sind. Die Zahlen stammen aus einer Erhebung des renommierten Wirtschaftsberaters Ernst & Young, der in Schwellenländern wie China und Indien auch in Zukunft noch großes Potenzial für die Wirtschaft und die dort tätigen Unternehmen sieht.


