Der Meinung wurde am Mittwoch, den 24. Juni 2009 um 20:33 Uhr veröffentlicht und wurde unter Wirtschaft abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Umsonstläden existieren bislang nur in wenigen Städten. Sie bieten ihren Kunden die Gelegenheit zum kostenlosen Erhalt benötigter Gegenstände.
Das Konzept
Umsonstläden leben davon, dass einige ihrer Kunden nicht mehr benötigte Gegenstände abgeben, während andere Nutzer sich dort kostenlos zu erhaltende Gegenstände aussuchen. In den einzelnen Umsonstläden gelten unterschiedliche Regeln, welche Produkte zugelassen sind. So gibt es in Hamburg einen Umsonstladen mit einem großen Bekleidungsangebot, während ein anderer Laden in der gleichen Stadt ausdrücklich keine Kleidung wünscht.
Für die Nutzung von Umsonstläden ist kein Nachweis der Bedürftigkeit erforderlich, da sie sich bewusst an die gesamte Bevölkerung richten. Es geht ihnen nicht ausschließlich um die kostenlose Abgabe gewünschter Waren, sondern ausdrücklich auch um den Umweltschutz, da die ihnen zur Verfügung gestellten Gegenstände nicht weggeworfen werden. Damit sich einzelne Menschen nicht in einem unangemessenen Ausmaß bedienen, wurden unterschiedliche Begrenzungen eingeführt. Die stärkste Einschränkung gilt in den Umsonstläden, in denen pro Besuch nicht mehr als drei Produkte ausgewählt werden sollen. Andere Läden begnügen sich mit einem Appell zur Mäßigung.
Ebenso wird darauf geachtet, dass nur tatsächlich nutzbare Gegenstände abgeben werden.
Wer finanziert die Umsonstläden?
Einige Umsonstläden werden von Hausgemeinschaften getragen, welche die Kosten für die benötigten Räume gemeinsam aufbringen. Teilweise sind die Läden auch im Besitz der Kirchen. Es entstehen keine Personalkosten, da die Mitarbeiter üblicherweise ehrenamtlich tätig werden. Häufig sind Spendendosen aufgestellt, so dass die Nutzer sich auf freiwilliger Basis an den Betriebskosten der Einrichtung beteiligen können.


