Der Meinung wurde am Montag, den 17. November 2008 um 13:52 Uhr veröffentlicht und wurde unter Wirtschaft abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Ferdinand Dudenhöffer, einer der führenden Kenner des Automobilmarkts in Deutschland, nahm in einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk Stellung zur aktuellen Situation beim deutschen Autobauer Opel, der durch die Krise der US-amerikanischen Muttergesellschaft General Motors arg ins Straucheln gekommen ist. Nach Ansicht Dudenhöffers, seien bei einer eventuellen Opel-Insolvenz nicht nur das Rüsselsheimer Unternehmen selbst, sondern auch noch zahlreiche Automobilzulieferer von der Pleite bedroht. Die Folgen dieser Sogwirkung für den deutschen Arbeitsmarkt seien derzeit noch nicht abzusehen, mit dem Verlust von mindestens 100.000 Arbeitsplätzen bei Opel und der Zuliefererindustrie müsse aber in jedem Fall gerechnet werden, so Dudenhöffer. Auch wenn der Wirtschaftsexperte die Meinung vertritt, dass sich der deutsche Staat diesem Problem annehmen und Opel mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen müsse, so stellt er im selben Atemzug klar, dass auch der Senat in den USA gefordert sei. Eine deutsche Finanzspritze für Opel würde ihre Wirkung demnach verfehlen, wenn nicht gleichzeitig auch General Motors staatliche Hilfe bekäme, wofür wiederum die USA zuständig sei. Norbert Walter, Chefvolkswirt bei der Deutschen Bank, warnte dagegen vor überhasteten Schnellschüssen, die am Ende weder den Arbeitern bei Opel noch dem Endkunden etwas brächten. Dies sei beispielsweise dann der Fall, wenn der deutsche Staat einen Alleingang unternähme und die Unterstützung der USA ausbliebe. Ein solches Vorgehen hätte unweigerlich die Konsequenz, dass deutsches Steuergeld im Endeffekt lediglich in eine Konkursmasse einbezahlt würde, so die Einschätzung Walters zur Krise bei Opel.



November 18th, 2008 at 14:13
[...] für mehrere Wochen oder Monate. Nachdem einige Banken staatliche Hilfen beantragt haben, zieht nun auch Opel nach und hält die Hände offen. Die Rede ist von einem Finanzloch in Höhe von 1 Milliarde Euro. Nach Angaben der Zeitschrift [...]
März 6th, 2009 at 18:24
[...] Würde es im schlimmsten – oder treffender ausgedrückt im besten – Falle zu einer Insolvenz kommen, wären davon nicht nur die 25.000 genannten Mitarbeiter von Opel betroffen. Auch die Autozulieferer müssten harte Einbußen hinnehmen. In Europa würden so insgesamt 300.000 Arbeitsplätze in eine Pleite von Opel hinein gezogen werden, in Deutschland wären dies allein 100.000 wegfallende Arbeitsplätze. [...]
Mai 29th, 2009 at 08:07
Das was da im Moment abgeht ist doch kaum zu glauben! 300 Mios mehr, einfach so… Wenn in diesem Jahr keine Wahlen wären, würde der Opel so oder so gegen die Wand gefahren.