Der Meinung wurde am Donnerstag, den 05. Februar 2009 um 19:25 Uhr veröffentlicht und wurde unter Wirtschaft abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Das im schwäbischen Göppingen ansässige Traditionsunternehmen Märklin befindet sich ausgerechnet im Jahr des 150jährigen Bestehens in der tiefsten Krise der Firmengeschichte. Ein jahrelanger Familienstreit sowie das Handeln unfähiger Manager haben das Eigenkapital des Modelleisenbahnbauers aufgebraucht und zur Überschuldung geführt. Nachdem sich die Landesbank Baden-Württemberg und die Kreissparkasse Ende Januar weigerten, einen fälligen Kredit in Höhe von 50 Millionen Euro zu verlängern, war der Insolvenzantrag für Märklin die einzige Alternative. Als Insolvenzverwalter setzte das Amtsgericht Göppingen den Rechtsanwalt Michael Pluta ein. Pluta nennt vor allem die schwindelerregend hohen Personalkosten für externe Berater als einen Grund für die wirtschaftliche Schieflage bei Märklin. Für Berater wurden in den vergangenen Jahren bis zu 12 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben. Daher wird Pluta sich mit sofortiger Wirkung von sämtlichen Beratern trennen und damit etwa die Hälfte des Jahresverlusts einsparen. Darüber hinaus prüft der Rechtsanwalt aus Ulm einen Verkauf von Märklin an einen Investor, der sich nicht nur an dem Eisenbahnbauer bereichern wolle, sondern ein ernsthaftes Interesse an Märklin und dem Erhalt der 650 Arbeitsplätze im Göppinger Stammwerk nachweisen kann. Vor knapp drei Jahren wurde Märklin an die Finanzinvestoren Kingsbridge und Goldman Sachs verkauft, was eine der Folgen des familieninternen Erbstreits war. Pluta habe deutliche Signale aus dem Spielwarenmarkt erhalten, dass ein Weiterbestehen Märklins ausdrücklich gewünscht werde, wie der Rechtsanwalt am Rande der Nürnberger Spielwarenmesse mitteilte.




Februar 18th, 2009 at 12:20
[...] anderen Ländern wirklich so dringend, wie Keitel es als Tatsache hinstellt? Gerade am Beispiel des Modelleisenbahnherstellers Märklin kann man doch im Moment am Besten erkennen, wie Investoren ein Unternehmen regelrecht kaputtmachen [...]