Der Meinung wurde am Dienstag, den 09. Juni 2009 um 22:06 Uhr veröffentlicht und wurde unter Wirtschaft abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Schon seit einigen Jahren wird auf Einwegverpackungen für Bier sowie für Getränke mit Kohlensäure ein Einwegpfand in Höhe von 25 Cent erhoben. Bei der letzten Novelle der Verpackungsverordnung wurden zusätzlich Eistee und alkoholhaltige Softdrinks pfandpflichtig.
Die Hoffnung der Bundesregierung und der Umweltverbände bestand darin, dass sich die Verbraucher mehrheitlich für Mehrweg-Verpackungen entscheiden würden, da der bisherige Vorteil der Einwegverpackung, dass sie einfach weggeworfen werden konnte, mit der Einführung des auch als Dosenpfand bezeichneten Einwegpfandes nicht mehr bestand. Bedauerlicherweise ist dieser Effekt nicht eingetreten, nach einem kurzzeitigen Rückgang des Einweganteils an der Getränkeverpackung stieg dieser rasant wieder an und ist heute höher als vor der Einführung der Pfandpflicht für Einwegprodukte. Zusätzlich wechselten viele Hersteller von Glas- zu Plastikflaschen. Glas hat zwar keine überzeugende Ökobilanz, ist aber im Gegensatz zu Plastik immerhin uneingeschränkt wiederverwertbar.
Da die erhoffte Lenkung der Verbraucher zu einer verstärkten Verwendung von Mehrwegprodukten nicht eingetreten ist, hat die Verpackungsverordnung hinsichtlich der Einsparung von Rohstoffen keine positiven Auswirkungen auf den Umweltschutz gezeigt. Leider kennen viele Verbraucher den Unterschied zwischen einer Einweg- und einer Mehrwegflasche nicht, sondern glauben irrtümlich, dass jede Pfandflasche mehrfach befüllt würde.
Ein weiterer Aspekt des Umweltschutzes ist das Sauberhalten von Straßen und Plätzen. In dieser Hinsicht hat sich das Einwegpfand tatsächlich positiv ausgewirkt. Es werden nur noch wenige Flaschen und Dosen einfach auf die Straße geworfen, da dieses Verhalten mit dem Wegwerfen von Geld vergleichbar ist. Wenn einzelne Verbraucher doch einmal eine Flasche oder Dose wegwerfen, findet sich häufig jemand, der sie einsammelt und abgibt.
Das Einwegpfand hat sich somit nur teilweise bewährt. Es trägt zur Sauberkeit der Städte, nicht aber zur Einsparung von Rohstoffen bei.



Juni 10th, 2009 at 05:03
Mehrweg hat natürlich eine schlechtere Umweltbilanz und das kann sich jeder Verbraucher ausrechnen,man sollte die Verbraucher nicht alls Dumm darstellen.Lobiisten wie Trittin haben verloren.
Gruß Klaus.B aus K