Der Meinung wurde am Mittwoch, den 20. August 2008 um 14:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter Wirtschaft abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Schlechte Nachrichten von der britischen Wettbewerbsbehörde für British Airport Authority (BAA), den größten Flughafenbetreiber auf der Insel: Laut eines heute veröffentlichten Beschlusses der “Competition Commission“, der britischen Wettbewerbsaufsicht, muss sich BAA, eine Tochter des spanischen Ferrovial-Konzerns von drei seiner insgesamt sieben Flughäfen in England und Schottland trennen. Dies geht aus einem Bericht der Financial Times Deutschland auf ihrer Internetseite hervor. Die Wettbewerbshüter nannten darüber hinaus als weitere Bedingung, dass in diesem Zusammenhang zwei der Flughäfen in London verkauft werden müssen. Der dritte Flughafen muss entweder in Glasgow oder in Edinburgh den Besitzer wechseln. Als Hauptgrund für ihre Entscheidung nannte die Kartellbehörde mangelnden Wettbewerb unter den britischen Flughafenbetreibern. BAA reagierte mit Unverständnis auf die Nachricht aus London, da bisher davon ausgegangen wurde, dass sich BAA lediglich von zwei seiner bisherigen Flughäfen verabschieden muss. Außerdem befürchtet der Flughafenbetreiber, da sich die dringend erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen durch diesen Beschluss auf unbestimmte Zeit verschieben werden. Die “Competition Commission“ wird der BAA bis März 2009 mitteilen, welche Flughäfen verkauft werden müssen. In London betreibt die BAA derzeit die Flughäfen Heathrow, Gatwick und Stansted. Während der Flughafen Heathrow wohl in den Händen der BAA verbleiben darf, werden die beiden kleineren Flughäfen wohl veräußert werden müssen. Unterdessen haben sich auch schon die ersten Interessenten für die Londoner Flughäfen gemeldet. Hierzu zählen insbesondere die deutschen Flughafenbetreiber Hochtief und die Fraport AG, die derzeit mehrere Expansionen auf dem europäischen Markt prüfen. Die australische Bank Macquaire sowie die Betreiber der Flughäfen in London City und Manchester werden ebenfalls zum Kreis der Interessenten gezählt, während der Billigflieger Ryanair Interesse am Flughafen Stansted bekundet hat. Die “Competition Commission“ wirft der BAA vor allem Versäumnisse im Zusammenhang mit dem Ausbau der Flughäfen, und damit ein indirektes Verschulden an den derzeitigen Kapazitätsengpässen vor. Der Beschluss der Kartellwächter wurde von den meisten Fluggesellschaften begrüßt, die die Einschätzung der “Competition Commission“ offenbar teilen. Ein Ryanair-Sprecher rechnet neben erweiterten Kapazitäten auch mit einer Verbesserung des Kundenservices und niedrigeren Preisen.
















