Der Meinung wurde am Samstag, den 29. August 2009 um 23:29 Uhr veröffentlicht und wurde unter Verschiedenes abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Früher waren die Toiletten in den Zügen der Deutschen Bundesbahn häufig verschmutzt. Bei ihrer Benutzung, welche während des Aufenthaltes eines Zuges auf dem Bahnhof verboten war, fielen die Fäkalien durch ein Loch in der Toilette auf die Schienen. Dieser Zustand war nicht wirklich hygienisch, schließlich führen Bahnlinien auch durch Wohngebiete. Das Ende dieser Toiletten-Entsorgung läutete die Klage einer Familie aus Rendsburg ein. Sie lebte unterhalb der Hochbrücke und stellte fest, dass die Fäkalien häufig nicht auf die Schienen fielen; vielmehr verschmutzten diese regemäßig die sich zum Trocknen im Garten befindliche Wäsche.
Neue Toiletten
Die Bahn folgte dem Urteil und rüstete die Toiletten auf ein geschlossenes Abwassersystem um, alle neuen Wagen sind selbstverständlich bereits bei ihrer Auslieferung mit modernen Toilettenanlagen ausgerüstet. Leider reduzierte die Bahn im Gegenzug die Anzahl der Toiletten im Nahverkehr drastisch, so dass sich nicht selten mehr als 100 Fahrgäste eine Toilette teilen müssen. Bei der Neubestellung von S-Bahn Zügen wird auf den Abort auch in den Verkehrsverbünden verzichtet, in welchen er vorher zum Standard gehörte, mit der Regio Tram im Großraum Kassel werden zahlreiche Nahverkehrszüge durch neuartige Fahrzeuge ersetzt, die jedoch keine Toilette besitzen.
Ein weiterer Nachteil der neuen Toiletten besteht darin, dass sie sehr schnell funktionsuntüchtig werden.
Defekte bei Toiletten treten bei der Bundesbahn ebenso zu häufig auf wie bei Zügen privater Anbieter. Besonders bei letzteren fehlt häufig das Papier.
Positiv zu erwähnen ist, dass eine Zugtoilette, sofern sie benutzbar ist, überwiegend ordentlich gereinigt wurde.
Wünsche an die Bahn
Menschen, die an einer Darmerkrankung wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn leiden, sind dringend auf eine funktionierende Toilette angewiesen. Darum ist es wünschenswert, dass jeder Triebwagen über mindestens zwei Aborte verfügt, da die Wahrscheinlichkeit eines gleichzeitigen Ausfalls beider Anlagen gering ist. Wenn eine Toilette defekt ist, muss sie sofort repariert werden, zu diesem Zweck sind mobile Ausbesserungsmitarbeiter auch im Nahverkehr zwingend erforderlich.



