Radfahrer und Licht

04.09.2009 Autor: Helmut Agnesson

Einige Radfahrer glauben, dass sie Kraft sparen, wenn sie ohne Licht fahren. Sie übersehen dabei, dass sie eine sehr geringe Krafteinsparung mit einem hohen Unfallrisiko bezahlen. Ein guter Nabendynamo reduziert den Kraftaufwand zudem fast vollständig.

Warum Licht am Fahrrad wichtig ist
Wer auf dem Fahrrad bei Dunkelheit ohne Licht von der Polizei angetroffen wird, muss ein Bußgeld zahlen. Das ist aber nicht der wichtigste Grund, frühzeitig das Licht einzuschalten. Wer mit einem unbeleuchteten Fahrrad unterwegs ist, sieht nicht genug und wird von anderen Verkehrsteilnehmern nicht rechtzeitig gesehen. Eine besondere Gefahr stellt die Dämmerung dar, wenn ein Fahrer mit guten Augen möglicherweise noch genug sieht, er aber von Fußgängern kaum gesehen werden kann.
Wer regelmäßig auf nicht ausgeleuchteten Feldwegen unterwegs ist, wählt einen Halogen-Scheinwerfer, da die als Mindeststandard vorgeschriebene Leuchtstärke für das Fahren in absoluter Dunkelheit nicht ausreicht.

Standlicht
Ein Standlicht ist lediglich bei fabrikneu verkauften Fahrrädern als Rücklicht vorgeschrieben. Derzeit besteht allerdings noch keine Pflicht, es bei einem Defekt reparieren zu lassen. Während Kreuzungen innerhalb einer Stadt so gut wie immer hervorragend ausgeleuchtet sind, werden sie auf Landstraßen nur selten beleuchtet. Wer dennoch auf das Standlicht verzichtet, sollte wenigstens alle vorgeschriebenen Reflektoren am Fahrrad angebracht haben sowie helle und reflektierende Kleidung tragen. Eine Alternative besteht darin, ein Batterielicht während der Standzeit an einer Kreuzung manuell einzuschalten.

Batterielichter
Batterielampen sind eigentlich nicht oder nur als Ergänzung zur mittels des Dynamos betriebenen Beleuchtung zugelassen. Da bei dieser jedoch zu jeder Zeit ein Defekt auftreten kann, ist das Mitführen von Batterieleuchten als Ersatz sinnvoll. Üblicherweise werden diese in einem solchen Fall seitens der Polizei geduldet.

Tagesfahrlicht
Das Fahren mit Licht ist bei starker Sonneneinstrahlung für einen Fahrradfahrer unsinnig, da es dann so gut wie keine Signalwirkung besitzt. Es gibt aber einige Situationen, die das Einschalten der Beleuchtung auch während des Tages als sinnvoll erscheinen lassen. Dazu gehört das Fahren durch den Wald ebenso wie das Durchfahren eines Tunnels. Bei Regen ist das Fahren mit Licht ebenfalls sinnvoll, damit der Radfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern besser erkannt werden kann. Leider versagen viele Dynamos ihren Dienst, Abhilfe schaffen moderne Nabendynamos oder das Ausweichen auf die Batteriebeleuchtung.

Ein Kommentar zu “Radfahrer und Licht”


  1. Werner schreibt:

    Das sind nette Erläuterungen. Aber ist die Gefahr eines Busgeldes der Grund damit man mit Licht fahren sollte, wenn es dunkel ist???? Oder doch, eher dass sonst die Gefahr eines dauerhaften Verlustes jeglicher persönlicher Energie besteht; genannt Tod?! Und sollte es möglich sein, dass einer nur deshalb ‘dunkel Fährt’ weil er noch keine Kenntnis der Beleuchtungsmöglichkeiten hat???? Wo war der die letzten 60 Jahre?!



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