Der Meinung wurde am Dienstag, den 09. Februar 2010 um 18:04 Uhr veröffentlicht und wurde unter Sport und Fitness abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Sportliche Höchstleistungen, wie sie ab dem kommenden Wochenende auch wieder bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver beobachtet werden können, werden heutzutage immer öfter in einem Atemzug mit Doping genannt. Die Liste der vermeintlich vom Doping verseuchten Sportarten wird von Jahr zu Jahr länger – der Radsport und die Leichtathletik sind nur die prominentesten Beispiele dafür. Nun sorgen mit der ARD und ZDF gleich zwei öffentlich-rechtliche Sender mit kritischen Beiträgen zum Thema Doping erneut für Wirbel, und das nur wenige Tage vor Olympia in Vancouver.
Die ARD ließ in ihrer bereits ausgestrahlten Sendung “Geheimsache Doping – Eiskalter Betrug“ einen anonym gebliebenen Wintersportler zu Wort kommen, der eigenen Angaben zufolge über Jahre hinweg gedopt hat und weder bei WM noch Olympia ertappt worden ist. Der “Kronzeuge“, der seine Identität offenbar demnächst preisgeben will, verglich vor allem die nordischen Disziplinen, allen voran den Langlauf, mit dem Radsport und sprach von systematischem Doping mit Cera und Eigenblut-Transfusionen.
In der ZDF-Sendung “Mission Gold – Die Blutspur des Dopings“ (morgen, 23:15 Uhr) kommt mit Karl Stoss der Vorsitzende des NOK von Österreich zu Wort. Im Zentrum der Anschuldigungen und Verdächtigungen aus Österreich, die bei Olympia 2006 in Turin selbst für einen Doping-Skandal sorgten, stehen vor allem Biathleten und Langläufer aus Deutschland, was DOSB-Sprecher Christian Klaue umgehend ins Reich der Fabel verwiesen wurde.



