Der Meinung wurde am Dienstag, den 22. Juni 2010 um 21:44 Uhr veröffentlicht und wurde unter Sport und Fitness abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Der beste Schiedsrichter ist der, von dem die Spieler auf dem Platz und die Fans im Stadion am wenigsten mitbekommen. Nimmt man diese alte Fußball-Weisheit als Basis für eine Beurteilung der Schiedsrichter-Leistungen bei der Fußball-WM, die aktuell in Südafrika stattfindet, so kann den Unparteiischen wahrlich kein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Aber auch ohne diese Faustregel sind sich alle Experten darin einig, dass eine Fußball-WM, neben den Olympischen Spielen immerhin das größte Sportereignis überhaupt, weitaus bessere Schiedsrichter verdient hätte.
Die Liste der Fehler und teilweise rätselhaften Regelauslegungen, die den Unparteiischen angelastet werden, ist lang und zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Fußball-WM in Südafrika. Einerseits mag dies daran liegen, dass der Weltverband FIFA bei der WM nur maximal einen Schiedsrichter pro Land haben möchte und daher in Südafrika auch Schiedsrichter von den Seychellen oder aus El Salvador zum Einsatz kommen. Die einzige Ausnahme macht die FIFA ausgerechnet bei Neuseeland, einem Land, in dem – obwohl für die Fußball-WM qualifiziert – Rugby der weitaus populärere Sport ist.
Andererseits sind auch die Unparteiischen aus vermeintlichen Fußball-Nationen bei der WM nicht vor Kritik gefeit. Es sei nur an Alberto Undiano, den spanischen “Kartenspieler“ aus Pamplona, erinnert, der das Spiel Deutschland – Serbien mit einem Karten-Regen bedachte und Miroslav Klose vom Platz stellte. Für eine der wenigen positiven Überraschungen sorgte allerdings Ravshan Ermatov, ein Schiedsrichter aus Usbekistan, der unter anderem das Eröffnungsspiel der WM leitete und dafür vom Fachmagazin “Kicker“ die Note 1 bekam.



