Der Meinung wurde am Montag, den 14. September 2009 um 14:45 Uhr veröffentlicht und wurde unter Sport und Fitness abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Die Leichtathletik WM in Berlin ist offiziell zwar schon seit gut zwei Wochen beendet, für Schlagzeilen sorgt aber weiterhin der “Fall Semenya“. Caster Semenya aus Südafrika gewann bei der Leichtathletik WM in Berlin völlig überraschend Gold über die 800 m der Frauen und löste damit unfreiwillig einen enormen Wirbel um ihre Person aus, der den Leichathletik Weltverband IAAF wohl noch einige Wochen beschäftigen wird. Nachdem es bereits im Vorfeld der Leichtathletik WM in Berlin Zweifel am Geschlecht der erst 18-jährigen Läuferin aus Südafrika gegeben hatte, ordnete die IAAF umfangreiche Tests an, um die Frage des Geschlechts von Caster Semenya medizinisch beantworten zu lassen.
Eine australische Zeitung will nun in der letzten Woche erfahren haben, dass es sich bei Caster Semenya aus Südafrika um einen Zwitter handeln, sie also sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane haben soll. Der “Australia Daily Telegraph“ beruft sich bei seinen Berichten über die 800m-Weltmeisterin Caster Semenya aus Südafrika auf einen Informanten, der unmittelbar an den Untersuchungen im Rahmen des Geschlechtstests beteiligt sein soll. Demnach habe Semenya innen liegende Hoden, weder eine Gebärmutter noch Eierstöcke sowie einen dreifach erhöhten Testosteronspiegel als dies bei Frauen üblich sei.
Caster Semenya war ins Blickfeld geraten, nachdem sie ihre Zeiten über 800 m innerhalb weniger Monate dramatisch senken könnte. Hinweise auf Doping konnte die IAAF bei der Läuferin aus Südafrika jedoch nicht finden, weshalb Semenya sich nicht zuletzt wegen ihres männlichen Aussehens dem Geschlechtstest unterziehen musste. Die IAAF nahm die Berichte aus Australien zwar zur Kenntnis, verwies gleichzeitig jedoch darauf, dass es seitens des Leichtathletik Weltverbands frühestens Mitte November eine offizielle Stellungnahme zu diesem Thema geben werde. Solange werde es den Angaben zufolge dauern, bis alle Untersuchungen vollständig abgeschlossen seien und mit einem zweifelsfreien Ergebnis im “Fall Semenya“ gerechnet werden könne.


