Der Meinung wurde am Sonntag, den 13. September 2009 um 13:14 Uhr veröffentlicht und wurde unter Rezepte abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Auf allen gängigen Meinungsforen tobt zur Zeit eine heftig geführte Auseinandersetzung über die Frage, ob bei Produktberichten die Zutaten angegeben werden sollen oder nicht. Während einige Nutzer das Abschreiben der Zutaten als überflüssig bewerten, sehen andere im Fehlen der ensprechenden Liste einen großen Mangel, weswegen sie Berichte ohne Angabe der Zutaten abwerten.
Lebensmittel und Getränke
Bei Lebensmitteln und Getränken ist die Zutatenliste für eine Kaufentscheidung fast unverzichtbar. Sowohl Vegetarier als auch Allergiker sind auf eine solche angewiesen, damit sie beurteilen können, ob das bewertete Produkt für sie in Frage kommt. Besonders bei Joghurt und Weingummi wird häufig Gelatine verwendet, so dass dieses Produkt weder vegetarisch noch koscher ist; ein häufig verwendeter roter Farbstoff ist das aus zermahlenen Läusen gewonnene Karmin, welches für den genannten Personenkreis ebenfalls nicht in Frage kommt. Zu den häufig eine Allergie auslösenden Stoffen zählen Erdnüsse und weitere Hülsenfrüchte ebenso wie bestimmte Nuss- und Obstsorten, so dass der Nutzer unbedingt einen Einblick in die verwendeten Zutaten benötigt.
Wer die komplette Zutatenliste nicht abtippen möchte, sollte zumindest sagen, ob ein Produkt Substanzen enthält, welche es für einen Teil der Konsumenten unbrauchbar machen. Ein Hinweis, dass Pektin als Geliermittel und Rote Beete als Farbstoff verwendet wurde, reicht aus.
Kosmetikprodukte
Kosmetikprodukte unterliegen nicht den Regeln der Kaschrut, nicht alle Vegetarier verwenden grundsätzlich auch keine Kosmetikprodukte tierischen Ursprungs, wobei es in der Produktion von Kosmetika auch eher selten vorkommt, dass Bestandteile eines für die Herstellung getöteten Tieres verwendet werden. Das bloße Abtippen der Inhaltsstoffe von der Packung ist nicht sinnvoll, wenn diese in der bei Kosmetikprodukten üblichen Variante der lateinischen Sprache aufgeführt werden. Sinnvoller ist eine Angabe, ob der Stoff, welcher den Duft bewirkt, auch tatsächlich verwendet wurde, besonders bei billigen Produkten ist er nicht selten lediglich als Aroma zu finden. Daneben ist eine Angabe häufiger eine Kontaktallergie bewirkenden Zutaten nützlich. Voraussetzung für diese Angaben ist natürlich, dass der Verfasser ausreichend Latein versteht, um die Zutatenliste zu übersetzen, wobei das Latein der Kosmetikindustrie bei der Bezeichnung von Früchten oft vom klassischen Latein abweicht.
In der Naturkosmetik ist eine ergänzende Angabe der Inhaltssstoffe in deutscher Sprache üblich, diese kann dann abgetippt werden.




September 14th, 2009 at 10:27
Ich fürchte, ein “[€]in Hinweis, dass Pektin als Geliermittel und Rote Beete als Farbstoff verwendet wurde, reicht” nicht wirklich aus, schließlich gibt es unzählige andere kritische Inhaltsstoffe, siehe http://tierrechtskochbuch.de/vegan/tierprodukte.html oder http://maqi.de/txt/leichen.html .
Aber auch die vollständige Deklaration genügt nicht, weil vieles eben nicht deklariert werden muß: http://tierrechtsforen.de/deklarationspflicht