Der Meinung wurde am Montag, den 06. Oktober 2008 um 22:39 Uhr veröffentlicht und wurde unter Musicals abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Mit viel Spannung wurde am vergangenen Samstag die Uraufführung des Musicals “Ich will Spaß“ im Colloseum zu Essen erwartet. Viele Promis hatten sich zu der Weltpremiere des Musicals angekündigt, in dem sich alles um die beliebtesten Hits der Neuen Deutschen Welle (NDW) dreht. Insgesamt hatten sich 1.700 Besucher im Essener Colosseum eingefunden, um sich in die ausgeflippte Zeit der 1980er-Jahre entführen zu lassen. Von der rein musikalischen Seite her ist dieses Unterfangen durchaus gelungen, schließlich kommen im Verlauf der Vorführung nicht weniger als 24 NDW-Hits vor. Die Handlung hingegen ließ zu Beginn noch einige Wünsche offen, wobei sich beim direkten Vergleich mit dem Musical “Mamma Mia“, das zuvor im Colosseum gezeigt wurde, wohl viele Musicals schwer tun würden. Das Hauptproblem der Handlung liegt darin, dass die Story so schon zur Genüge präsentiert wurde und daher weitgehend im Voraus zu erahnen ist. Diese latente Kritik soll sich jedoch ausdrücklich nur auf den ersten Akt beziehen, der eventuell auch etwas zu lang geraten ist. Im zweiten Akt wirkt die Handlung des NDW-Musicals “Ich will Spaß“ wesentlich einfallsreicher und spricht auch anspruchsvolle Musical-Besucher an. Ähnlich wie bei vergleichbaren Musicals, etwa “Mamma Mia“ oder “We will rock you“ soll die Handlung aber ohnedies nur als Bindeglied zwischen den einzelnen NDW-Hits dienen. Zu hören sind bei “Ich will Spaß“ unter anderem die Spider Murphy Gang (Skandal im Sperrbezirk), Nena (Leuchtturm), Extrabreit und Hubert Kah, also alles was die NDW stark gemacht hat.


