Der Meinung wurde am Donnerstag, den 12. August 2010 um 15:12 Uhr veröffentlicht und wurde unter Lifestyle abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Das Internet erobert sich immer mehr Bereiche des alltäglichen Lebens, selbst die Privatsphäre ist vor dem virtuellen Voyeurismus längst nicht mehr sicher. Mit dem vor allem bei Datenschützern umstrittenen Projekt Google Street View sollen noch in diesem Jahr Bilder von allen Häusern und Straßen in Deutschland via Internet an die Öffentlichkeit gezerrt werden. Zunächst zwar nur in 20 deutschen Städten, mittelfristig soll Google Street View aber die ganze Bundesrepublik erfassen. Nicht nur die Datenschützer laufen Sturm gegen die Pläne des Internet-Riesen, auch Politiker aller Parteien fühlen sich auf den Plan gerufen.
Peter Bleser (CDU) und Erik Schweikert (FDP), die verbraucherpolitischen Sprecher ihrer Parteien, erkannten im Zusammenhang mit dem Start von Google Street View in Deutschland, der für Ende dieses Jahres angekündigt wurde, dringenden Handlungsbedarf für die Koalition in Berlin. Sowohl Bleser als auch Schweikert lassen keinen Zweifel daran, dass sich die Koalition unmittelbar nach Beendigung der Sommerpause um die Schaffung einer “generellen Regelung“ und “eindeutigen Rechtslage“ bemühen werde.
Immerhin, noch bis zum 14. September 2010 via Internet bzw, bis 21. September über den Postweg können Mieter und Hauseigentümer die Veröffentlichung ihrer Wohnung bei Google Street View untersagen lassen, diese werden dann unkenntlich gemacht. Dennoch ist Google Street View ein weiterer Schritt auf dem Weg zum gläsernen Bürger, der die seine Privatsphäre nach dem Big-Brother-Prinzip immer mehr in den Schaukasten des globalen Containers stellen muss.




August 14th, 2010 at 12:01
[...] dass Frauen größeren Wert auf ihre Privatssphäre legen, als die Männer. Bei meinung.info wird berichtet, wie sich immer mehr Menschen gegen das Projekt Google Street View [...]