Der Meinung wurde am Donnerstag, den 31. Juli 2008 um 08:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter Kinofilme & Movies abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
In „Married Life“ geht es um die Frage, ob Menschen wirklich für das Leben mit nur einem einzigen Partner bestimmt sind und ob es die wahre Liebe wirklich gibt. Schließlich wird sie allzu oft von dem Gefühl begleitet, dass der Liebende etwas Wichtiges oder Aufregendes verpassen könnte. Was passiert, wenn jemand noch einmal ganz von vorn anfangen möchte, ist ebenfalls eine Frage, der in „Married Life“ auf den Grund gegangen wird. Der Kriminalfilm von Ira Sachs, der in Kanada im Jahr 2007 gedreht wurde, handelt die eben genannten Fragen auf einen überaus spannende Art und Weise ab. Der Film ist übrigens seit dem 10.07.2008 in den deutschen Kinos zu sehen und er dauert rund 90 Minuten.
Das Drama beginnt mit den Worten des Hauptdarstellers: „Wenn es um die Liebe geht, sind die meisten Männer egoistisch - ich bin keine Ausnahme“. Harry, der von Chris Cooper dargestellt wird, ist ein Mann mittleren Alters, verheiratet, der sich in die junge Kay verliebt. Sie wird von Rachel McAdams gespielt. Sein Freund Richard, der von Pierce Brosnan gespielt wird, ist der Meinung, Kay wäre eine wunderbare Geliebte für Harry, doch dieser hat ernstere Absichten als nur eine bloße Liebelei. Er will aber nicht verantworten, dass seine Frau Pat durch die Trennung an Trauer und Einsamkeit zugrunde gehen könnte, daher möchte er sie einfach umbringen, um frei zu sein für die Soldatenwitwe Kay. Das ist schließlich einfacher, doch auch nicht so leicht getan. Eindrucksvoll wird der Zwiespalt dargestellt, in dem sich Harry befindet: die Loyalität seiner Ehefrau gegenüber auf der einen und das Verlangen nach der Geliebten auf der anderen Seite.
Die Situation, von der „Married Life“ ausgeht, ist eigentlich nichts Besonderes. Doch der feine Humor, den Ira Sachs darin verwendet, bewirkt, dass die Geschichte fein gesponnen und interessant wirkt. Die Rolle des Harry ist darin nicht gerade eine Rolle für einen Sympathieträger, dennoch wird die Figur so verletzlich und voller Facetten dargestellt, dass sie dennoch sympathisch wirkt. Die Zuschauer fiebern am Ende mit dem potentiellen Mörder mit. Auch die Rolle der Pat wird wundervoll gespielt und die Schauspielerin Patricia Clarkson begeistert in der Rolle.
















