Der Meinung wurde am Montag, den 28. Juli 2008 um 18:48 Uhr veröffentlicht und wurde unter Kinofilme & Movies abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Am 10.07.2008 kam ein Film in die deutschen Kinos, dem vielleicht nicht immer ganz einfach in seiner Handlung zu folgen ist. Es handelt sich um „Jugend ohne Jugend“, einem Werk von Francis Ford Coppola. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren und er dauert etwas mehr als zwei Stunden, hat also das übliche Kinofilmformat. „Jugend ohne Jugend“ ist eine Mischung aus Thriller und Romanze und nimmt im Verlauf seiner Handlung immer wieder überraschende Wendungen.
„Jugend ohne Jugend“ spielt im Jahr 1938. Hitler baut gerade seine Macht in Deutschland aus und die rumänischen Polizisten verhaften oppositionelle Studenten. Der Wissenschaftler Dominic Matei, der von Tim Roth gespielt wird, steckt mitten in dem ganzen Schlammassel. Er war immer auf der Suche nach der Herkunft der Sprache der Menschen, doch nun will er seinem Leben ein Ende setzen. Er wurde von seiner großen Liebe, die von Alexandra Maria Lara dargestellt wird, verlassen. Sein Körper wird aber von einem Blitz getroffen und erfährt eine Art Verjüngungskur. Er besitzt von nun an die Fähigkeit, mit seinem hoch entwickelten Geist andere Menschen zu beeinflussen. Hilfe bekommt er dabei von dem von Bruno Ganz dargestellten Wissenschaftler Stanciulescu. Auf seinen Rat hin flüchtet Matei aus Rumänien, denn die Nazis zeigen erstes Interesse an ihm. Er hält sich von nun an in der Schweiz auf. Dabei entwickelt er eine Sprache, die es ihm ermöglicht, seine Forschungen und Erkenntnisse geheim zu halten. Hier trifft er Veronika, die seiner Laura bis aufs Haar gleicht und mit ihr zusammen begibt er sich auf eine lange Reise. Veronika wurde ebenfalls vom Blitz getroffen und beide führt das Schicksal nach Malta.
Die Charaktere in „Jugend ohne Jugend“ sind schwer einzuordnen und der Film folgt keiner konkreten Chronologie. Das macht es für den Zuschauer recht schwer, der Struktur des Films zu folgen. Coppola bedient sich in „Jugend ohne Jugend“ einer hohen Symbolhaftigkeit, wie zum Beispiel zerbrechender Spiegel, ein Vollmond in einer ansonsten stockfinsteren Nacht und ähnlicher Symbole, die Gefühle, Träume, Romantik und Melancholie ausdrücken sollen. Der Film ist nicht wie viele andere vorrangig auf Kommerz ausgelegt, sondern ist aufgrund des Faktes, das Francis Ford Coppola als Produzent und Regisseur fungierte und auch die Gelder für das Drehen selbst aufbrachte, von großer künstlerischer Freiheit gekennzeichnet.
















