Der Meinung wurde am Freitag, den 25. Juli 2008 um 10:52 Uhr veröffentlicht und wurde unter Kinofilme & Movies abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Auch Großbritannien hat mal wieder einen besonderen Film für das Kino beigesteuert, auch wenn es immer den Anschein hat, als kämen sämtliche Kassenschlager aus den USA. Seit dem 03.07.2008 ist „Happy-Go-Lucky“ in den Kinos zu sehen. Der Film ist insgesamt 118 Minuten lang und beschäftigt sich mit der lebenshungrigen und warmherzigen Frau namens Poppy, die von Sally Hawkins dargestellt wird. Sie ist Mitte Dreißig und lebt in London. Sonst ist über sie noch zu sagen, dass sie gern mit dem Fahrrad fährt und seit inzwischen zehn Jahren mit ihrer besten Freundin Zoe unter einem Dach wohnt. Poppy strahlt ihre positive Einstellung zum Leben auch auf ihre Umwelt aus, sie versucht immer, das beste aus jedweder Situation zu machen und immer das Positive an Situationen und ihren Mitmenschen zu sehen. Sie arbeitet als Lehrerin und hilft in dieser Position einem als gewalttätig bekannten Jungen aus ihrer Schule. Dabei lernt sie einen Sozialarbeiter kennen. Poppy verliert auch nicht die Ruhe, als ihr Fahrrad gestohlen wird und sie nun dazu gezwungen wird, Autofahrstunden zu nehmen. Mit ungeahnten Folgen versucht sie während dieser Stunden, ihren verkrampften und völlig vereinsamt wirkenden Fahrlehrer aus der Ruhe zu bringen.
„Happy-Go-Lucky“ kann nicht genau in ein Genre eingeteilt werden, der Film ist eine Mischung aus Drama und Komödie. Die komödiantischen Bestandteile werden durch das geschickte Spiel von Sally Hawkins ermöglicht, dennoch wird der eher ernste Hintergrund niemals aus den Augen verloren. Es ist keineswegs eine leichte Komödie. Der Zuschauer wird in eine seltsame Welt entführt, in der positives Denken, Lebenshunger und auch die Freude am Leben im Vordergrund stehen. So wird Poppy auf ihrem Weg durch ihr Leben vom Publikum begleitet. Am Anfang ist ihr überdrehtes Wesen noch etwas nervtötend, doch das verliert sich rasch im Laufe der Handlung, sie erntet ganz und gar die Sympathie der Zuschauer. Doch auch ihr Fahrlehrer, der durch Eddie Marsan dargestellt wird, bekommt Sympathien, auch wenn er so mürrisch und negativ eingestellt ist.
„Happy-Go-Lucky“ wurde auf der Berlinale in Berlin im Jahr 2008 mit tosenden Beifallsstürmen bedacht. Die Beweggründe für Mike Leigh, den Regisseur, den Film so anzulegen, waren, das Leben nicht immer so ernst zu nehmen, sondern auch einmal positiv an Probleme heranzugehen.
















