Der Meinung wurde am Montag, den 28. Juli 2008 um 18:45 Uhr veröffentlicht und wurde unter Kinofilme & Movies abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Seit dem 03.07.2008 ist in den deutschen Kinos unter anderem auch eine Dokumentation zu sehen. Der von Michael Althen und Hans Helmut Prinzler gedrehte Dokumentarfilm „Auge in Auge“ handelt von der Geschichte des Deutschen Films. Diese lässt sich ja auf verschiedenen Wegen erzählen, die beiden Regisseure haben allerdings ein völlig neues Konzept verwendet. In insgesamt 106 Minuten stellen insgesamt zehn sehr bekannte Filmschaffende die Paten für jeweils einen Klassiker der Deutschen Filmgeschichte dar. Darunter zu finden sind unter anderem Doris Dörrie, Michael Ballhaus, Tom Tykwer und Wim Wenders. Einzelne Szenen wurden ausgewählt, um anhand derer zu erläutern, was nach Meinung eines jeden prominenten Paten das Besondere an dem Klassiker ist. Die Bedeutung des Films für die Filmgeschichte wird dabei näher beschrieben. Neben den Beobachtungen zur Führung der Kamera im Film und auch der Führung der Dialoge, werden in „Auge in Auge“ auch die persönlichen Vorlieben der Prominenten genannt. Im Film erfolgen recht rasante Zusammenschnitte, so dass hier sehr schön deutlich wird, wie widersprüchlich und dennoch vielfältig der Deutsche Film doch eigentlich ist. Außerdem wird versucht zu klären, was denn nun das typisch Deutsche am Deutschen Film sein könnte.
Dem Kinofilm „Auge in Auge“ gingen aufwändige Bemühungen betreffs der Erlangung der Filmrechte voraus. Doch letzten Endes konnten diese erlangt werden und Hans Helmut Prinzler und Michael Althen trugen Ausschnitte aus Filmen und auch andere Materialien zusammen. Insgesamt stammen ihre Quellen aus mehr als 250 Filmen, die sie nach dem Gesichtspunkt der besten Repräsentation des Deutschen Filmes ausgewählt haben. Der Bogen reicht dabei von den so genannten Gründerjahren bis zum heutigen Tag. Selbst die Kinozuschauer, die nicht unbedingt regelmäßig ins Kino gehen, werden in der Dokumentation einiges Bekanntes zu sehen bekommen. Die schnellen Schnitte und die gewonnenen Paten für den Film machen die Dokumentation zu etwas Besonderem und verhindern, dass Langeweile aufkommt. Es wird eine Art kollektives Bildgedächtnis hervorgerufen, welches immer wieder neue Verbindungen zu persönlichen Erinnerungen hervorzurufen vermag und was letztendlich dazu führt, dass ein richtiges Panorama des Deutschen Films zu sehen ist. Die Dokumentation macht Lust darauf, die alten Klassiker noch einmal zu sehen und vielleicht auch wieder regelmäßiger ins Kino zu gehen.
















