Der Meinung wurde am Donnerstag, den 31. Juli 2008 um 08:56 Uhr veröffentlicht und wurde unter Kinofilme & Movies abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
„AlleAlle“ ist eine Komödie, die im Jahr 2007 in Deutschland gedreht wurde und seit dem 10.07.2008 in den Kinos zu sehen ist. Der Film dauert 92 Minuten und wurde von Pepe Planitzer gedreht, dessen zweiter Film dies ist.
Die Hauptrolle wird von Eberhard Kirchberg gespielt, der den zwar geistig behinderten, aber dennoch völlig selbstständigen Hagen spielt. Hagen möchte seinen Onkel besuchen. Doch auf einer einsamen Landstraße trifft er Dohmül, von Milan Peschel gespielt, der betrunken hier unterwegs ist. Dohmühl wirkt auf Hagen sehr eindrucksvoll aufgrund seiner Kraft und der großen Statur. Dohmühl bietet Hagen eine Übernachtungsmöglichkeit an, was das Leben der beiden Männer für immer verändern wird. Dohmühl möchte Hagen so schnell wie möglich wieder loswerden, als ihm klar wird, dass er es mit einem Behinderten zu tun hat und nicht, wie anfangs angenommen, mit einem Helden aus der näheren Umgebung. Dazu kommt noch die eben aus dem Gefängnis entlassene Frau namens Ina, welche von Marie Gruber gespielt wird. Sie trifft die beiden Männer in dem Haus, das eigentlich ihrer Mutter gehörte und nun seit dreißig Jahren leer steht. Dohmühl hat anfangs Probleme mit dem Zusammenleben, erkennt aber rasch die Vorzüge desselben. So entwickelt sich nach und nach eine sehr tiefe Freundschaft zwischen den drei Beteiligten.
Der Film „AlleAlle“ von Pepe Planitzer basiert auf dem Roman „Burnout“ von Oliver Bukowski, allerdings nur lose. Die Erzählstruktur ist einfach gehalten und die Schauspieler stellen eindrucksvoll das Märchen über Solidarität, Liebe und Freundschaft dar. Die Bilder im Film sind sehr eindrucksvoll, dafür halten sich die Dialoge in „AlleAlle“ in Grenzen. Das hier dargestellte Leben ist eigentlich trist, doch die verwendeten Bilder schildern dieses triste Dasein umso eindrucksvoller. Der Film soll zeigen, dass es auch in ausweglosen Situationen immer Auswege und Gründe zur Hoffnung geben kann. Mut ist niemals fehl am Platze. Die Motivation für Planitzer diesen Film zu drehen war zu zeigen, dass auch jemand, der selbst arge Probleme hat, Verantwortung für einen anderen Menschen übernehmen kann.
Der Film „AlleAlle“ wurde mit einem sehr geringen Budget gedreht, unter anderem verlangte Milan Peschel nicht einmal ein Honorar für sein Mitwirken. “AlleAlle” wurde im Jahr 2007 auf der Berlinale gezeigt und überaus positiv angenommen.
















