Wie die ARD (http://boerse.ard.de/) auf ihrem Börsen-Portal berichtet, hat der Kölner Immobilienkonzern Colonia Real Estate seine Gewinnprognose für das Jahr 2008 drastisch nach unten korrigiert. War die Konzernführung bisher von einem Gewinn im Bereich von 72 – 75 Millionen Euro ausgegangen, so rechnet man in Köln nun nur noch mit einem Gewinn von 20 – 25 Millionen Euro bis zum Jahresende. Die Aktie der Colonia Real Estate ist im SDax notiert und befindet sich schon seit Jahresbeginn auf Talfahrt. Entsprechend nervös reagierten die Börsianer auf die Gewinnwarnung der Colonia Real Estate, so dass die Colonia-Aktie schon kurz nach der heutigen Markteröffnung an der Frankfurter Börse auf 6,55 Euro abrutschte. Damit sank der Wert der Aktie seit dem 01.01.2008 um satte 60 % und nähert sich langsam aber sicher wieder dem Jahrestief von 6,15 an. Begründet wurde die Gewinnkorrektur mit Prognoseunsicherheiten auf dem allgemeinen Immobilienmarkt, wie es aus der Konzernspitze hieß.  Die aktuelle Schieflage der Colonia Real Estate wird noch deutlicher, wenn zum Vergleich der aktuellen Wirtschaftszahlen die Werte aus dem Vorjahr herangezogen werden. Während im ersten Halbjahr 2007 vor Steuern noch ein Gewinn von 47 Millionen Euro verzeichnet werden konnte, steht nun ein Minus von knapp 1,5 Millionen Euro zu Buche. Die Bewertung der Immobilien machte sich im Vorjahr ebenfalls mit 61 Millionen Euro positiv bemerkbar, im Jahr 2008 steht hier lediglich ein “Schwarze Null“. Die Prognose bis zum Jahresende verspricht in diesem Bereich kaum Besserung, da die Senkung der Gewinnerwartung nicht zuletzt aufgrund dieser Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Immobilienbewertung erfolgte. Ein weiteres Loch in die Finanzpolitik der Colonia Real Estate reißen die Zahlen aus dem operativen Geschäft sowie die erheblich gestiegenen Verwaltungskosten. Lag das Betriebsergebnis nach Steuern im Jahr 2007 noch bei einem Plus von 2,1 Millionen Euro, so ist hier nun ein Minus über denselben Betrag festzustellen. Diese Zahlen sind bereits um die jeweiligen Immobilienneubewertungen bereinigt. Die Verwaltungskosten legten dagegen um mehr als 50 % zu. Gegenüber 9,9 Millionen Euro im Vorjahr, liegen sie nun bei 15,6 Millionen. Den größten Einbruch erlebte jedoch der Bereich Asset und Fonds Management. Einem Nettogewinn von 5,8 Millionen Euro im Jahr 2007 stehen nun gerade 0,6 Millionen gegenüber, was einer Einbuße von rund 90 % entspricht. Als personelle Konsequenz aus dieser Misere wird sich das bisher für diesen Bereich zuständige Vorstandsmitglied Christoph Wittkopf in Zukunft ausschließlich dem Ausbau der operativen Asset Managements widmen. Bisher übte Wittkopf beide Funktionen in Personalunion aus, was offensichtlich nicht den gewünschten Erfolg brachte.   


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