Immobilien in den USA weiter in der Krise

09.03.2010 Autor: Kai Rebmann

Während sich die Immobilien- und Finanzmärkten in Deutschland und Europa langsam aber sicher wieder etwas zu erholen scheinen, kann von einem Aufatmen auf der anderen Seite des Atlantiks in den USA noch keine Rede sein. So wie es derzeit aussieht, steht den Untertanen von US-Präsident Barack Obama das dicke Ende erst noch bevor, das durch den großen Knall bei einigen Immobilienfinanzieren und Banken im Sommer 2009 ausgelöst wurde. Immer deutlicher wird dabei, dass sich die USA offensichtlich in einem Teufelskreis befinden, aus dem es so schnell wohl keinen Ausweg geben wird.

Die Katze beißt sich auf den Finanzmärkten in den USA derzeit vor allem dort in den Schwanz, wo die Immobilien und die Situation auf dem Arbeitsmarkt unmittelbar miteinander zusammenhängen. Zu dieser Einschätzung kommen zwar vor allem die selbsternannten Experten, aber auch mit gesundem Menschenverstand lässt sich diese Situation sehr verständlich erklären.

Der durchschnittliche US-Amerikaner legt bekanntermaßen keinen gesteigerten Wert auf Vorsorgeleistungen wie Rente oder Krankenversicherungen, die in Deutschland üblich sind, geschweige denn auf Rücklagen für Notzeiten. Angesichts der wenig erbaulichen Situation auf dem Arbeitsmarkt in den USA darf es also nicht verwundern, dass die  Kredite für Immobilien von arbeitslos gewordenen Schuldnern nicht mehr bedient werden können und sich dies auch auf die Banken niederschlägt. Immobilien Zwangsversteigerungen sind in den USA demnach an der Tagesordnung, die den Banken allerdings längst nicht die Erträge einbringen, die den Schuldnern einst als Kredit gewährt wurden.


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