Der Meinung wurde am Freitag, den 12. Februar 2010 um 12:41 Uhr veröffentlicht und wurde unter Immobilien abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Gemeinsam mit dem Baukonzern Skanska ist IKEA mit seinem Fertighaus vom Typ “Boklok“ in der Heimat in Skandinavien und Großbritannien schon recht erfolgreich unterwegs. Nun kündigte IKEA an, mit seinem Fertighaus Boklok nach Deutschland expandieren zu wollen, um auch hierzulande ganze Immobilien nach dem bei Möbeln schon bewährten Konzept des preisgünstigen Wohnens anzubieten. Zieht man die deutsche Übersetzung des schwedischen Wortes “Boklok“ heran, die auf “Wohne clever“ lautet, müsste IKEA mit seiner Immobilie auch in Deutschland erfolgreich sein können. Doch ganz so einfach, wie sich die Schweden das eventuell vorstellen, wird es in Deutschland mit dem Vertrieb des Fertighauses Boklok womöglich nicht werden.
Auch wenn die ersten Schritte auf dem hiesigen Markt vergleichsweise bescheiden wirken, sieht sich IKEA mit seinem Fertighaus in Deutschland einigem Widerstand ausgesetzt. Zunächst wollen IKEA und der Fertighaus-Bauer Bien-Zenker in Deutschland insgesamt 60 Reihenhäuser und 20 Wohnungen in den Großräumen um Hofheim, Wiesbaden, Offenbach (alle Hessen) und Nürnberg (Bayern) erstellen. Die relativ schlicht gehaltenen und in Rahmenbauweise gefertigten Immobilien aus Schweden sollen inklusive Grundstück und 100 m² Wohnfläche rund 180.000 Euro kosten, allerdings ohne Keller.
Während Bien-Zenker von Anfragen aus ganz Deutschland berichtet, die das Unternehmen von privaten Bauherren, Bürgermeistern und anderen Stellen erreichten, gibt es in Hofheim am Sitz von IKEA-Deutschland heftigen Widerstand gegen das Fertighaus. Sowohl nennenswerte Teile der Bürgerschaft als auch die Fraktionen von CDU und FDP des Hofheimer Stadtrates stehen dem Projekt kritisch gegenüber. Unterstützung erhalten IKEA und Bien-Zenker in Hofheim dagegen von der Ortsgruppe der SPD.



