Der Meinung wurde am Mittwoch, den 02. Juli 2008 um 10:10 Uhr veröffentlicht und wurde unter Handys & Mobilfunk abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Unter Netzstandards werden im Mobilfunk die Normen verstanden, auf welchen die mobile Kommunikation beruht. Die grundsätzliche Unterteilung erfolgt in die Standardbezeichnungen 1G, 2G und 3G, wobei die analogen Funknetze des 1G-Standards, die teilweise auch als C-Netz bezeichnet wurden, heute nicht mehr benutzt werden.
Der 2G- Standard wird zumeist als GSM-Standard bezeichnet, wobei die Abkürzung für Global System for Mobile Communications steht und als “Weltweites System für mobile Kommunikation” übersetzt werden kann. Für diesen Standard werden zwei Frequenzbereiche genutzt, wobei die D-Netze im Bereich von 900 MHz und die E-Netze im Bereich von 1800 MHz senden. Aktuell werden die D-Netze von der Telekom sowie Vodaphone betrieben, während E-Plus und O2 die E-Netze nutzen.
Die Reichweite des Sendesignals beträgt bei der Frequenz von 900 MHz maximal 35 Kilometer, während die Frequenz von 1800 MHz lediglich Reichweiten von bis zu 10 Kilometern ermöglicht. Berge, Hügel sowie eine starke Bebauung können diese Reichweiten zusätzlich reduzieren.
Für die Übertragung von Gesprächen und SMS-Nachrichten reicht der GSM-Standard vollkommen aus. Eine vermehrte Nutzung von Daten- und Internetdiensten mittels des Mobiltelefons machte die Weiterentwicklung dieses Netzstandards erforderlich. Der GPRS-Standard ermöglicht Datenübertragungsraten in akzeptabler Geschwindigkeit, auch wenn die theoretisch mögliche Maximalleistung von 170 kbit/s. auf Grund begrenzter Netzkapazitäten und Handy-Leistungen bei weitem nicht erreicht wird. In der Praxis beträgt die Höchstgeschwindigkeit etwa 55 kbit/s.
Der GPRS-Standard wird gelegentlich als 2,5G-Standard bezeichnet, da er eine Zwischenstufe darstellt.
Die umfassendste Verbesserung der Netzstandards stellt der auch als 3G-Standard bezeichnete UMTS-Standard dar. Universal Mobile Telecommunications System lässt sich mit als “Universal nutzbares System für die mobile Kommunikation” übersetzen und ermöglicht neben der Datenübertragung und damit Internet-Nutzung zu sehr hohen Geschwindigkeiten erstmals Videotelefonie und interaktives Fernsehen. Verwendet werden gesonderte Frequenzbänder, die für den Uplink zwischen 1920 und 1980MHz und für den Downlink zwischen 2110 und 2170 MHz liegen.
Der UMTS-Standard wird zunehmend weiter ausgebaut, wobei in erster Linie eine Beschleunigung der Datenübertragung angestrebt wird.
HSDPA und HSUPA sind Abkürzungen für Erweiterungen, die der Beschleunigung beim Senden und Empfangen von Daten dienen.



