Der Meinung wurde am Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 10:58 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Tuberkulose gilt nach AIDS als die Infektionskrankheit mit der weltweit zweithöchsten Sterblichkeitsrate. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass weltweit pro Jahr neun Millionen Menschen an Tuberkulose erkranken und zwei Millionen Patienten dem tückischen Erreger zum Opfer fallen. Auch wenn die Entwicklungs- und Schwellenländer in Osteuropa, Südafrika sowie im südöstlichen Asien zu den größten Verbreitungsgebieten der Tuberkulose zählen, sind auch die Menschen in den Industriestaaten nicht völlig vor der Krankheit gefeit. In Deutschland erkranken pro Jahr rund 4.500 Menschen an der Tuberkulose.
Die WHO hat nun die vollständige Ausrottung der Tuberkulose bis zum Jahr 2050 zu einem ihrer wichtigsten Ziele erklärt. Erreicht werden soll diese Vorgabe durch eine Bekämpfung der Tuberkulose auf mehreren Ebenen. Neben einer flächendeckenden Impfung in den besonders gefährdeten Regionen und Ländern sollen auch neue Medikamente und günstigere TBC-Tests zum Einsatz kommen. Eine frühzeitige Diagnose der Tuberkulose erhöht die Heilungschancen der betroffenen Patienten und verhindert eine Ausbreitung der Krankheit, die per Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragbar ist.
Gegen die Tuberkulose gibt es inzwischen zwar sehr effektive Medikamente, die auch gegen die multiresistenten Erreger der Krankheit sehr wirksam sind. Jedoch muss die WHO hier vor allem das Problem lösen, wie diese Medikamente von armen Ländern, die zu den besonders gefährdeten Regionen zählen, finanziert werden können.



