Dieser Tage ging in Mexico die Weltaidskonferenz zu Ende, auf der sich Experten aus aller Welt über die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen im Zusammenhang mit Aids austauschten. Dabei konnten zwar einige erfreuliche Fortschritte auf dem medizinischen Gebiet vermeldet werden, ein Impfstoff gegen Aids ist jedoch nach wie vor weit und breit nicht in Sicht. Daneben machten die Forscher auf die mangelnde Aufklärung und Prävention bezüglich der bislang unheilbaren Krankheit aufmerksam. Auf dem Fachkongress in Mexico konnten drei neue Wirkstoffe präsentiert werden, die den Krankheitsverlauf einbremsen und die Lebenserwartung von HIV-Infizierten deutlich verlängern können. Diese Medikamente stehen allerdings noch vor der Markteinführung und werden, wie ähnliche Präparate auch, sehr teuer sein und daher nur rund einem Drittel der Betroffenen zur Verfügung stehen. Damit ist das vor acht Jahren ausgegebene Ziel, bis zum Jahr 2010 weltweit allen HI-Infizierten nachhaltig helfen zu können, in weite Ferne gerückt. Als noch viel schwerwiegender wird allerdings eingestuft, dass die groß angelegten Kampagnen, die auf die Immunschwächekrankheit aufmerksam machen sollen, den allergrößten Teil der potenziell gefährdeten Menschen gar nicht erst erreichen – trotz der Tatsache, dass Aids nun schon seit rund 30 Jahren bekannt ist.Andererseits wird seit einigen Jahren ein vermehrt nachlässiger Umgang beim Thema Prävention festgestellt. Die Experten befürchten, dass der grundsätzlich erfreuliche Fortschritt der Medizin, der Aids-Patienten ein annähernd normales Alltagsleben ermöglicht, dazu geführt hat, dass die Gefahren der Krankheit in den Hintergrund getreten sind.Dabei wurde auf der Weltaidskonferenz durch die Aussage mehrerer Forscher kein Zweifel daran gelassen, dass es derzeit noch in den Sternen steht, wann ein wirksamer Impfstoff gegen Aids entwickelt werden kann und ob es diesen überhaupt jemals geben wird. Aids ist eine Immunschwächekrankheit, die von Viren verursacht wird und ohne Behandlung innerhalb weniger Jahre zwangsläufig zum Tod führt. Mittlerweile liegt die Lebenserwartung von HIV-Patienten zwar fast im normalen Durchschnitt, geheilt werden kann Aids bisher jedoch nicht. Aus diesem Grund müssen HIV-Infizierte auch mit mehr oder weniger schwerwiegenden Einschränkungen leben.Aids wird in erster Linie über Blut, Sperma oder Schleimhäute übertragen. Auf die Praxis bezogen bedeutet dies, dass besonders Homosexuelle und Drogenabhängige einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Das Kondom ist derzeit das einzige Verhütungsmittel das zuverlässig vor einer ungewollten Schwangerschaft UND Aids schützt. In Drogenkreisen kommt es vor allem durch wiederholten Gebrauch von Fixerbesteck zu Infektionen. Weitere Infos zum Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/aids