Der Meinung wurde am Samstag, den 12. September 2009 um 18:24 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
In Deutschland ist keine Prüfung für einen Tätowierer vorgeschrieben. Die Ausbildung erfolgt üblicherweise bei einem erfahrenen Tätowierer, welcher die künstlerischen Grundlagen vermittelt. Zu erwarten ist, dass im Rahmen dieser Ausbildung auch Kenntnisse im Gesundheitsschutz vermittelt werden, verbindlich geregelt ist das jedoch nicht.
Warum eine Prüfung für Tätowierer sinnvoll ist
Wäre der Beruf des Tätowierers ein anerkannter Ausbildungsberuf, so stünden neben künstlerischen Techniken auch Fragen des Gesundheitsschutzes und der Betriebswirtschaft auf dem Ausbildungsplan. Dann ließe sich auch die Qualität der Ausbilder verbindlich regeln. Da die Tätigkeit als Tätowierer aber nicht als Ausbildungsberuf anerkannt ist, erfolgt keine Prüfung, ehe ein eigenes Tätowier-Studio eröffnet werden darf. Beim Tätowieren besteht die Gefahr der Infektion mit unterschiedlichen Krankheiten, zu denen auch so gefährliche wie Aids (HIV) gehören, wenn die Hygienevorschriften nicht penibel eingehalten werden. Zwar besteht auch heute die Möglichkeit, ein Tätowierstudio zu schließen und dem Betreiber die Neueröffnung eines solchen zu untersagen, wenn als Folge der Missachtung der geltenden Hygienevorschriften Erkrankungen auftreten. Bei einer geordneten Prüfung für einen Tätowierer, welche dieser spätestens vor der Eröffnung eines eigenen Studios zwingend ablegen muss, lässt sich im Vorfeld klären, ob die einschlägigen Hygienevorschriften bekannt sind. Ebenso gehört eine Werkstoffkunde in den Prüfungsplan, damit der Tätowierer weiß, welche Stoffe gesundheitlich bedenklich sind. Damit wird auch ihm das Handwerkszeug an die Hand gegeben, sich vor gesundheitlichen Schäden zu schützen, da einige der Stoffe überwiegend bei ihrer Verarbeitung zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Österreich
In Österreich ist bereits seit mehreren Jahren eine Prüfung für Tätowierer vorgeschrieben, welche die Bereiche Virologie, Bakteriologie, Dermatologie, Histologie und Anatomie umfasst. Damit wird gewährleistet, dass jeder Tätowierer über ausreichende Kenntnisse hinsichtlich des Gesundheitsschutzes verfügt. Seitdem zusätzlich alle Tätowierstudios mindestens alle zwei bis drei Jahre hinsichtlich der Einhaltung aller Hygienevorschriften überprüft werden, sind so gut wie keine Erkrankungen als Folge einer vorgenommenen Tätowierung mehr aufgetreten.
Weiterbildung
Zur Zeit besteht die Weiterbildung der meisten Tätowierer im Erlernen neuer Motive und Techniken. Es ist zu wünschen, dass auch Fragen des Gesundheitsschutzes regelmäßig ein Thema der Weiterbildung für Inhaber von Tätowier-Studios sind.
Der Kunde kann schon heute nachfragen, über welche Qualifikation der von ihm gewählte Tätowierer verfügt. Je mehr Kunden dabei eine Weiterbildung im Gesundheitsschutz als Auswahlkriterium wählen, desto mehr Tätowierer nehmen an einer solchen teil.
Umfassende Informationen zu Tattoos und seine Geschichte werden auf weiteren Tattooseiten fortgeführt.




Oktober 8th, 2009 at 00:51
Jeder Assi kann heute ein Tätowierstudio eröffnen und wird ohne Prüfung auf die Menschheit losgelassen. Da bedarf es schleunigst einer verbindlichen Regelung.
Sonja Kiwitz, Registerverlag