Der Meinung wurde am Freitag, den 10. Oktober 2008 um 12:29 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Knapp ein Jahr nachdem im Dezember 2007 der bisher letzte Fall von Vogelgrippe auf einem Bauernhof in Brandenburg gemeldet wurde, hat Deutschland nun auch in diesem Jahr den ersten Befund des in bestimmten Fällen auch für den Menschen gefährlichen Virus. Das Gesundheitsministerium in Dresden bestätigte gestern die Infektion einer Ente in Sachen mit dem Vogelgrippe-Typ H5N1. Proben des Virus wurden umgehend an das Friedrich-Loeffler-Institut weitergereicht, wo es einer eingehenden Untersuchung unterzogen wurde. Im Verlauf des heutigen Tages soll Klarheit herrschen, ob es sich dabei um die Form der Vogelgrippe handelt, die auch auf den Menschen übertragen werden und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Der Geflügelhof im sächsischen Görlitz, auf dem der H5N1-Virus aufgetreten ist wurde unter Quarantäne gestellt, die über 1.000 Tiere wurden “vorsichtshalber“ getötet. Wie das Virus nach fast einjähriger Abstinenz wieder nach Deutschland gelangen konnte, ist hingegen noch völlig unklar. Nicht zuletzt deshalb, weil das Vogelgripperisiko erst vor Kurzem als “mäßig“ eingestuft wurde. Angesichts der jetzigen Diagnose ergibt sich daraus sicherlich ein bitter-ironischer Beigeschmack. Die deutschen Nachbarländer sind nun in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, haben derzeit jedoch noch keinen neuen Vogelgrippe-Fall zu beklagen. Die Vogelgrippe ist besonders für Hühner, Puten und Vögel gefährlich, wie der aktuelle Fall zeigt, können sich jedoch auch Enten, Gänse und anderes Wassergeflügel mit dem tödlichen Virus infizieren.



