Der Meinung wurde am Dienstag, den 20. Januar 2009 um 15:18 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Die Modedroge Spice, die bislang noch völlig legal erhältlich ist und sich vor allem im Internet starker Nachfrage erfreut, soll nach neuesten Erkenntnissen der Rechtsmedizin um einiges gefährlicher sein, als dies zunächst angenommen wurde. Erst im Dezember hat die Bundesregierung mitgeteilt, dass sie ein sehr zeitnahes Verbot von Spice anstrebe und ein entsprechender Gesetzesentwurf in Vorbereitung sei. Die Ergebnisse, die das BKA in Zusammenarbeit mit der rechtsmedizinischen Abteilung der Universität Freiburg nun zu Tage förderte, scheinen den Druck auf den Gesetzgeber zusätzlich zu verstärken. Ein BKA-Sprecher gab unter anderem bekannt, dass die bisher als Hauptwirkstoff der Droge Spice im Verdacht stehende Substanz JWH-018 nur in einigen wenigen Proben und in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden konnte. Vielmehr sei das synthetische Cannabinoid CP-47,497 für die berauschende Wirkung von Spice verantwortlich. Der chemische Aufbau dieses Wirkstoffs ähnelt sehr stark dem des Cannabis-Wirkstoffs, das Suchtpotenzial ist jedoch um ein Vielfaches höher. Zudem müssen Spice-Konsumenten mit langfristigen Gesundheitsschäden rechnen, die durch das Inhalieren der giftigen und vermutlich auch krebserregenden Stoffe verursacht werden können. Zudem seien die Wirkstoffe nicht sehr gleichmäßig in der Droge verteilt, wodurch es relativ leicht zu Überdosierungen kommen könne, so die Warnung der Rechtsmediziner. Der Konsum von Spice ist mit herkömmlichen Drogentests noch nicht nachweisbar, was die Beliebtheit der Droge zusätzlich fördert.



