Der Meinung wurde am Samstag, den 11. April 2009 um 09:42 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
An der Universitätsklinik in Essen wurde bereits im Jahr 2000 eine Langzeitstudie mit dem Ziel gestartet, das Risiko für Herzerkrankungen, die einen Herzinfarkt begünstigen können, besser einschätzen zu können. Im Rahmen der Studie werden seit neun Jahren 4.814 Frauen und Männer im Alter zwischen 45 und 75 Jahren aus Essen und umliegenden Städten von Prof. Raimund Erbel und seinen Kollegen untersucht. Prof. Erbel, der als Projektleiter der sogenannten “Heinz Nixdorf Recall Studie“ und gleichzeitig als Direktor des Westdeutschen Herzzentrums an der Universitätsklinik Essen fungiert, stellte nun einen neuartigen Elektronenstrahl-Tomographen (EBCT) als bisher wichtigste Errungenschaft der Herzinfarkt-Studie vor. Mit dem EBCT ließen sich den Ausführungen des Herzspezialisten zufolge Verkalkungen und sonstige Ablagerungen in den Herzgefäßen früher erkennen als mit den bisher bekannten Methoden. Prof. Erbel stellte aber gleichzeitig klar, dass der EBCT als ergänzendes Instrument bei den Herzinfarkt-Vorsorgeuntersuchungen zu verstehen sei und die bewährten Untersuchungsmethoden weiterhin ihre Gültigkeit behielten. Der größte Vorteil der neu entwickelten EBCT-Methode bestünde darin, vor allem Koronarverkalkungen des Herzens rechtzeitig zu erkennen, was mit den bestehenden Untersuchen nicht oder nur sehr bedingt der Fall sei, so Prof. Erbel. Durch den zusätzlichen Einsatz des EBCT wird die Zahl der akuten Herzinfarkte in Zukunft spürbar sinken, so zumindest die Hoffnung der an der “Heinz Nixdorf Recall Studie“ beteiligten Mediziner.



