Der Meinung wurde am Dienstag, den 10. März 2009 um 16:45 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Spezialisten aus dem Bereich der Immungenetik am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) arbeiten derzeit gemeinsam mit Ärzten der Universitätsklinik an der Entwicklung einer neuen Therapie gegen Krebs. Das Besondere an der Krebstherapie ist, dass im Rahmen dieser Behandlungsform ausschließlich die tumorartigen Zellen zerstört werden, die gesunden Körperzellen jedoch intakt und weitgehend unversehrt bleiben. Die Krebsforschung weiß schon seit längerer Zeit, dass Tumorzellen einen wesentlich höheren Energiebedarf für den Stoffwechsel benötigen, was insbesondere für das Spurenelement Eisen gilt. Aufgrund eben dieses hohen Energiebedarfs ist extremer Gewichtsverlust auch eine der ersten Symptome für eine Krebserkrankung, egal welcher Art. Da zuviel Eisen jedoch schädlich für die Körperzellen sind, wollen die Krebsforscher das Übel genau damit an der Wurzel packen. Um sich vor einer Überdosierung im Eisenhaushalt zu schützen bilden Krebszellen Proteine, die das überschüssige Eisen binden und damit unschädlich machen. Das DKFZ hat nun herausgefunden, wie die Bildung dieser Proteine unterbunden werden kann, wodurch die Krebszellen durch eine spezielle Eisentherapie zerstört werden können. Den gesunden Zellen kann das Eisen nichts anhaben, da der Eisenanteil hier aufgrund der geringeren Stoffwechselaktivität niedriger ist. Das zusätzlich zugeführte Eisen wird genau so dosiert, dass ein schädlicher Überschuss ausschließlich in den Krebszellen entstehen kann. Die Forscher sind guter Dinge, dass die Eisentherapie für eine Vielzahl von Krebserkrankungen einsetzbar ist.



