Der Meinung wurde am Donnerstag, den 02. Oktober 2008 um 17:49 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat eine bundesweite Untersuchung von verschiedenen Küchengewürzen aus deutschen Supermärkten durchgeführt und zog nun eine unbefriedigende Bilanz. Nach Greenpeace-Angaben fielen bei dem Test 27 von insgesamt 33 Proben auf, die noch mit geringen Mengen an Pestiziden belastet waren, aber größtenteils noch im Bereich des erlaubten EU-Werts lagen. Lediglich bei zwei Paprikagewürzen wurde von Greenpeace eine Überschreitung der EU-Norm beanstandet. Darüber hinaus lag eine Petersilie exakt am Grenzwert, kam damit gerade noch mit einer gelben Karte davon. Insgesamt stießen die Chemiker von Greenpeace auf 53 verschiedene Pestizide, von denen 18 eigentlich mit einem generellen Verbot im gesamten EU-Raum belegt sind. Bei den beanstandeten Paprikagewürzen handelt es sich “Spice Islands“, das in Edeka-Läden verkauft wird und ein “Wagner“-Produkt, das die Tester in einem Kaufhof erworben hatten. Edeka reagierte umgehend und nahm das betroffene Gewürz aus dem Sortiment. Die Firma “Wagner“ rief sämtliche Paprikagewürze zurück, also nicht nur jene aus den Kaufhof-Filialen. Die Gewürzindustrie kritisierte die Greenpeace-Aktion als unfachmännisch und fehlerhaft. Nach Ansicht des Fachverbands lagen alle 33 Proben innerhalb der Grenzwerte, da Greenpeace erstens die Richtwerte für frische Paprika als Bewertungsgrundlage benutzte, die deutlich unter jenen für pulverisiertes Gewürz lägen. Zweitens müsste bei Paprikagewürz deutsches Recht angewandt werden, nicht wie hier geschehen EU-Recht, so der Verband.



