Der Meinung wurde am Mittwoch, den 03. September 2008 um 09:28 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Forscher aus Schweden und den USA wollen nun herausgefunden haben, dass die Beziehungsfähigkeit von Männern unter anderem durch ein bestimmtes Gen beeinflusst wird. Im Rahmen einer Studie wurden hierzu die Genkombinationen von 552 männlichen Zwillingspaaren untersucht. Das Gen hat demnach direkten Einfluss auf die Rezeptur für den Hirnbotenstoff Arginin-Vasopressin (AVP), der in früheren Untersuchungen je nach Zusammensetzung schon bei Wühlmäusen die Neigung zur Monogamie begünstigt hatte.Paul Lichtenstein vom Institut Karolinska in Schweden kam nun zu dem Ergebnis, dass ein ähnlicher Zusammenhang zwischen dem Aufbau des AVP und der Beziehungsfähigkeit bzw. der Zufriedenheit der Ehe besteht. Das betreffende Gen kam bei den Probanden in drei verschiedenen Varianten vor, wobei Männer mit der sogenannten Variante 334 am häufigsten alleine oder in nichtehelichen Beziehungen lebten. Demgegenüber sei eine Ehekrise doppelt so wahrscheinlich, wenn bei Männern eine zweifache Kopie der Variante 334 festgestellt wurde. In unabhängig voneinander ausgefüllten Fragebögen bestätigten sowohl die Probanten mit der doppelten 334-Variante als auch deren Ehefrauen, im vergangenen Jahr eine mehr oder weniger heftige Ehekrise durchlebt zu haben. Lichtenstein betonte allerdings, dass die Bedeutung der Untersuchungsergebnisse, die in den Proceedings der Nationalen US-Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurden, nicht überbewertet werden dürften. Neben diesem Gen gäbe es noch zahlreiche, weitaus bedeutendere Einflüsse auf das Funktionieren oder Scheitern einer Beziehung. Mit dieser Studie sei lediglich bewiesen, dass das Gen einen, wenn auch geringen, Einfluss auf das Sozialverhalten von Männern habe, so Lichtenstein.
















