Die Ersatz- und Krankenkassen in Deutschland rechnen nach Einführung des Gesundheitsfonds am 01.01.2009 mit deutlich steigenden Beitragssätzen. Ein Anstieg von derzeit durchschnittlich 14,92 % auf rund 15,8 % sei dann keine Utopie mehr, wie der Vorsitzende der Ersatzkassenverbände Thomas Ballast laut einem Bericht von Focus-online heute in Siegburg mitteilte. Doris Pfeiffer, ihres Zeichens Vorsitzende des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen, pflichtete ihrem Kollegen in einem SWR-Interview bei und vertrat darin die Meinung, dass der Gesundheitsfonds neue Probleme schaffe, anstatt bestehende Schwachstellen im Gesundheitssystem zu kurieren. Wenig Hoffnung machen die Krankenkassen den Versicherungsnehmer auf eine Verschiebung des Gesundheitsfonds, auch wenn diese durchaus sinnvoll sei. Derzeit sähe es vielmehr danach aus, als ob die Politik mit allen Mitteln und um jeden Preis an der pünktlichen Einführung des Gesundheitsfonds festhalten wolle, wie Pfeiffer weiter wissen ließ.  Thomas Ballast nannte noch weitere Gründe, die seiner Meinung nach für die beträchtlichen Beitragssteigerungen im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen verantwortlich seien. Neben dem Gesundheitsfonds nannte er vor allem die allgemein steigenden Kosten im Medizinbereich sowie Honorarreform der Ärzte und die zusätzlichen Reformen bei der stationären Behandlung von Patienten. Ballast warnte die Bundesregierung davor, unseriös zu kalkulieren, nur um einen Beitragsanstieg zu vermeiden. Eine solche Mogelpackung würde nach Ansicht des Krankenkassen-Managers ein großes Loch in die Haushalte reißen.Auch wenn die Ersatzkassen im ersten Halbjahr 2008  ein Minus von 328 Millionen Euroverzeichneten, rechnet Ballast bis zum Jahresende mit einem ausgeglichenen Ergebnis für das Jahr 2008.       


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