Der Meinung wurde am Montag, den 24. August 2009 um 15:14 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Seit der vergangenen Woche ist klar, dass in Deutschland weite Teile der Bevölkerung gegen die Schweinegrippe geimpft werden sollen. Beginn der sogenannten Massenimpfungen gegen die Schweinegrippe soll spätestens im Oktober erfolgen. Unklar ist hingegen noch, wer die Kosten für die Impfungen gegen die Schweinegrippe bezahlen soll. Klar ist bisher nur, dass die Krankenkassen die ersten rund 35 Millionen Impfungen aufkommen und alle darüber hinaus gewünschten bzw. erforderlichen Impfungen sollen direkt auf das Konto des Staates gehen, wobei der genaue Verteilungsschlüssel noch geklärt werden muss.
Eine erste Verhandlungsrunde ging am heutigen Montag im Kanzleramt in Berlin ohne Ergebnis zu Ende. Während der Bund darauf pocht, dass sich die Länder zur Hälfte an den Mehrkosten der Schweinegrippe-Impfungen beteiligen, lehnen die Länder dies ab, da eine solche Kostenteilung bisher weder vereinbart noch in Erwägung gezogen worden sei. Auf die Krankenkassen kommen unterdessen Mehrausgaben in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro zu. Die Kosten, die der Bund und gegebenenfalls die Länder stemmen müssen, hängen von den Patienten ab, die nach den ersten 35 Millionen noch geimpft werden.
Vertreter aller Verhandlungsparteien versicherten jedoch bereits, dass die Impfungen gegen die Schweinegrippe planmäßig begonnen werden könnten, auch für den Fall, dass sich der Streit zwischen Bund und Ländern über die Finanzierung in die Länge ziehen sollte. Bei GlaxoSmithKline, dem Hersteller des Impfstoffs, wurden bereits 50 Millionen Dosen bestellt, die für insgesamt 25 Millionen Bürger reichen. Risikogruppen und die Mitarbeiter von Gesundheits- und Sicherheitsdiensten sollen vorrangig gegen die Schweinegrippe geimpft werden.



