Der Meinung wurde am Donnerstag, den 11. März 2010 um 20:19 Uhr veröffentlicht und wurde unter Gesundheit abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Im Jahr 1996 trat in Deutschland ein Gesetz in Kraft, das die Abtreibungen neu regelte. Da Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland dadurch deutlich vereinfacht wurden, stieg die Zahl der Abtreibungen in den folgenden Jahren massiv an. Eine gute Nachricht gibt es in diesem Zusammenhang nun aus Wiesbaden zu vermelden, wo das Statistische Bundesamt seinen Sitz hat. Wie die Statistiker melden, ist die Zahl der Abtreibungen in Deutschland im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit der Reform im Jahr 1996 gesunken.
Ein Minus in Höhe von 3 % führte dazu, dass sich in Deutschland zuletzt “nur“ noch 110.700 Frauen für das ultimative Mittel der Abtreibung entschieden haben. Bei den Minderjährigen sank die Quote um 4 % und damit noch etwas stärker als im allgemeinen Bundesschnitt. Wenig überraschend dürfte hingegen die Erkenntnis sein, dass rund drei Viertel der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland bei Frauen im Alter von 18 – 34 Jahren vorgenommen wurden.
Bei aller Freude über den positiven Trend bei den Abtreibungen in Deutschland bleibt allerdings zu berücksichtigen, dass es sich bei den Zahlen lediglich um die offizielle Statistik aus Wiesbaden handelt. Die Dunkelziffer ist darin nicht eingerechnet, weshalb die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Wirklichkeit deutlich höher liegen dürfte. Einige Experten sprechen in Deutschland unter Berücksichtigung der Dunkelziffer von bis zu einer Abtreibung pro Werktag.


