Geldgeschenke

29.06.2008 Autor: meinung.info 

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Geldgeschenke gelten einerseits vielfach als etwas phantasielos; andererseits werden sie bei einigen Angelegenheiten von den zu beschenkenden Personen ausdrücklich gewünscht.

Ein Grundsatz für Geldgeschenke ist, dass sie sich nicht für Anlässe gegenseitigen Beschenkens eignen. Eine Ausnahme besteht in Weihnachts- oder Chanukkah-Geschenken von Eltern und Großeltern an ihre Kinder und Enkel, da in diesen Fällen sicher ist, dass diese nicht ebenfalls ein Geldgeschenk überreichen werden.
Oftmals freuen sich aber gerade jüngere Kinder über ein zusätzliches ideelles Geschenk am meisten.

Bei besonderen Anlässen sind Geldgeschenke jedoch durchaus üblich. Hierzu zählen insbesondere Übergangsriten wie Erstkommunion, Konfirmation, Jugendweihe sowie Bar- und Bath-Mitzwah.
Eine weitere Gelegenheit, bei denen Geldgeschenke Tradition haben, ist die Feier der Hochzeit. Da in den meisten Fällen bereits ein gemeinsamer Haushalt besteht oder die Eheleute vorher über zwei getrennte selbstständig geführte Haushalte verfügten, ist es nicht mehr notwendig, die Haushalts-Grundausstattung zur Eheschließung zu schenken. Einige Paare wünschen sich Geld für Anschaffung eines besonders wertvollen Gegenstandes oder zur Finanzierung der Hochzeitsreise.
Oftmals wird in solchen Fällen auf der Feier ein Sammelbehälter aufgestellt, in den jeder sein Geschenk uneingepackt legt. Diese Verfahrensweise hat gegenüber der persönlichen Übergabe gefüllter Umschläge den Vorteil, dass die Höhe des Geschenkes nicht einzelnen Gästen zugeordnet werden kann. Dennoch kann jeder, der seine Geldgabe mit einem persönlichen Geschenk verbinden möchte, von dieser anonymen Form der Übergabe abweichen.

Auch bei der Überreichung von Geldgeschenken ist Phantasie möglich. Mit einigem Bemühen lässt sich das Geschenk für die Hochzeitsreise in Form von Münzen übergeben, welche in dem Zielland der Reise geprägt worden sind, sofern diese in ein Euro-Land führt. Als Gefäß für die Übergabe eignet sich eine schöne Vase oder ein ausgefallener Becher. Geldscheine können zu Sträußen gebunden werden.

Geldgeschenke werden zu unterschiedlichen Anlässen oft dann verschenkt, wenn der Schenkende keine persönliche Geschenk-Übergabe vornehmen kann. In diesem Fall ist die Zusendung des Geschenkes mit der Post wesentlich persönlicher als die Durchführung einer Überweisung. Eine dicke Karte schützt davor, dass von außen ein Geldschein als Inhalt ertastet werden kann und bietet zudem die Möglichkeit, einen persönlichen Text zu verfassen.


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