Der Meinung wurde am Donnerstag, den 05. März 2009 um 09:59 Uhr veröffentlicht und wurde unter Geldanlagen abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Franz Müntefering, der Bundesvorsitzende der SPD, war in dieser Woche bei der Verbraucherzentrale in Hamburg zu Gast. Im Rahmen dieses Dienstbesuchs brachte Müntefering die Einführung eines TÜVs für Geldanlagen ins Spiel. Eine Art TÜV für Geldanlagen gibt es zwar bereits, allerdings ist dieser für die Banken und Finanzberater nicht gesetzlich verpflichtend, sondern kann auf freiwilliger Basis durchgeführt werden. Franz Müntefering verglich sein geplantes TÜV-Modell für Geldanlagen mit einem Joghurt, der mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen sei und dem Verbraucher damit wichtige Hinweise über die Qualität liefere. Ein ähnliches Verfahren soll es zeitnah auch für Geldanlagen geben, zumindest wenn es nach dem Willen des SPD-Mannes geht. Der TÜV soll wohlgemerkt auf die Qualität bzw. das Risiko der Geldanlage selbst hinweisen, nicht auf die fachlichen Fähigkeiten der Finanzberater, die die Anlage verkaufen. Franz Müntefering wünscht sich in diesem Zusammenhang ohnehin, dass das Beraten beim Verkauf von Geldanlagen stärker in den Vordergrund rückt. Bisher gehe es zu vielen Finanzberatern nur um das Verkaufen, ohne dass die Verbraucher umfassend über mögliche Risiken und finanzielle Folgen der Geldanlage aufgeklärt würden, so die Meinung des SPD-Spitzenpolitikers. Müntefering wünscht sich außerdem, dass der Finanz-TÜV in regelmäßigen Abständen, etwa im jährlichen Rhythmus, erneuert werden müsste, da sich gerade in der Finanzwelt binnen kürzester Zeit weitreichende Änderungen ergeben könnten.



