Der Meinung wurde am Mittwoch, den 18. November 2009 um 09:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Geldanlagen abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Sichere Geldanlagen sind aktuell so gefragt wie noch nie, nicht zuletzt nachdem die Wirtschaftskrise die Risiken von spekulativen Geschäften überdeutlich aufgezeigt hat. Aktien, Zertifikate oder Fonds stehen in der Gunst der Anleger lange nicht mehr so hoch wie noch vor ein oder zwei Jahren. Auch Gold, Silber und andere Edelmetalle, vor Monaten noch als absoluter Geheimtipp unter den Geldanlagen angesehen, verlieren immer mehr ihren Reiz. Als sehr attraktiv und zukunftsfähig breiten sich die sogenannten Bürger-Solaranlagen unter den Geldanlagen immer weiter aus.
Bei den Bürgersolaranlagen handelt es sich um Photovoltaik-Anlagen, die meistens auf den Dächern von Schulen oder anderen öffentlichen Gebäuden installiert werden und an denen sich jeder Bürger mit Anteilen beteiligen kann. Bürger-Solaranlagen werden in der Regel von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde initiiert und versprechen attraktive Renditen im Bereich von 3 – 8 %. Entscheidend hierfür ist vor allem der Ertrag, den die betreffende Photovoltaik-Anlage bringt, sprich wie viel Strom produziert wird. Dies wiederum ergibt sich aus der zur Verfügung stehenden Fläche sowie einer möglichst exakten Südausrichtung des Daches, auf dem die Bürger-Solaranlage installiert wird.
Geldanlage kombiniert mit Umweltschutz heißt also das Motto bei den Bürger-Solaranlagen. Neben einer relativ sicheren Rendite versprechen Photovoltaik-Anlagen auch die Reduzierung des CO²-Ausstoßes in die Atmosphäre. Einige Städte streben hierbei durchaus ehrgeizige Ziele an. Darmstadt verfügt bereits über mehrere Bürger-Solaranlagen und will dieses Engagement in den kommenden Jahren noch weiter ausbauen. Auf diesem Weg soll der CO²-Ausstoß in Darmstadt bis zum Jahr 2020 um 40 %, bis 2050 gar um 80 % reduziert werden.


