Der Meinung wurde am Freitag, den 29. Januar 2010 um 16:48 Uhr veröffentlicht und wurde unter Finanzen & Geld abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Italien ist vor einigen Jahren mit dem Vorschlag gescheitert, die Ein-Euro-Münze im EU-Währungsraum durch einen Schein zu ersetzen, ungeachtet dessen unternimmt mit Frankreich nun ein weiteres großes EU-Mitglied einen erneuten Vorstoß in dieser Sache. Eine von Louis Giscard d´Estaing, dem Sohn des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d´Estaing, angeführte Gruppe von Mitgliedern der Nationalversammlung sprach sich nun erneut dafür aus, den Ein-Euro-Schein so bald wie möglich einzuführen und die entsprechende Münze dafür abzuschaffen.
Bei der Begründung für die Umstellung, die mit nicht unerheblichem finanziellem und logistischem Aufwand verbunden wäre, geht der Blick der Politiker aus Frankreich über den Atlantik in die USA. In den USA gibt es keine Dollar-, sondern nur Cent-Münzen, was nach Ansicht der Franzosen einer der Gründe sei, weshalb der Dollar weltweit eine derart hohe Akzeptanz genieße, so etwa in Asien, Afrika und Lateinamerika. Möglichen Bedenken wegen zu hoher Kosten bei einer Umstellung von Münzen auf Scheine entgegnet Giscard d´Estaing, dass Scheine deutlich leichter seien als Münzen.
Wo würden die Ein-Euro-Scheine im Falle einer Zustimmung durch die EU eigentlich hergestellt? In der Druckerei der französischen Nationalbank, die sich ausgerechnet und rein zufällig im Wahlkreis von Louis Giscard d´Estaing befindet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…


