Der Meinung wurde am Freitag, den 07. November 2008 um 14:13 Uhr veröffentlicht und wurde unter Schulbildung und Schularten abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Nach dem inzwischen dritten Integrationsgipfel innerhalb der letzten zwei Jahre sieht die Bundesregierung vor allem im Bereich der Schulbildung von Kindern mit Migrationshintergrund akuten Handlungsbedarf. Daher formulierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Verbesserung der Deutschkenntnisse, die Reduzierung der Schulabbrecher und die Erhöhung der Abiturienten als wichtigste Ziele der Intergration während der kommenden Jahre. Bis zum Jahr 2012 soll jeder Schulanfänger mit ausländischen Wurzeln die deutsche Sprache zumindest so weit beherrschen, dass ein Folgen des Unterrichts ohne Probleme möglich ist. Auf diese Ziele verständigten sich die 140 Teilnehmer des zurückliegenden Integrationsgipfels, an dem Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen und Migrationsverbänden teilnahmen. Angela Merkel nannte es eine deutsche Pflicht, sich für die ausländischen Mitbürger zu öffnen, stellte aber gleichzeitig klar, dass dies keine Einbahnstraße sei und im Umkehrschluss ebenso für die Migranten gilt. Die Bundeskanzlerin regte an, mehrmalige Treffen im Jahr abzuhalten, auf denen im Beisein von Migrantenvertretern konkrete Themen erörtert werden sollten, um den Verlauf der Integration in Deutschland messbar zu machen. Kritische Töne waren nach dem Integrationsgipfel jedoch ebenfalls zu vernehmen, in erster Linie von den Migrantenverbänden selbst. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Migrantenverbände Mehmet Tanriverdi hält die Schaffung eines Intergrationsplans zwar für sinnvoll, bezweifelt jedoch, dass dieser bei den unteren Gesellschaften auch wie gewünscht ankommt. Die Grünen sprachen im Zusammenhang mit dem Integrationsgipfel von einem Armutszeugnis und sind der Meinung, dass es dort nur leere Versprechungen gegeben habe.
















