Der Meinung wurde am Mittwoch, den 19. November 2008 um 13:36 Uhr veröffentlicht und wurde unter Schulbildung und Schularten abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Mit den Bundesländern Sachsen, Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg landeten bei der gerade veröffentlichten PISA-Studie zwar die üblichen Verdächtigen auf den ersten Plätzen, allerdings in veränderter Reihenfolge. Der langjährige Spitzenreiter Bayern musste erstmals den Platz an der Sonne räumen und dem Land Sachsen den Vortritt lassen, auf den Plätzen drei und vier landeten Thüringen und Baden-Württemberg. Sachsen belegte in der aktuellen PISA-Studie nicht nur in der Gesamtwertung den ersten Platz, sondern konnte auch alle drei Einzeldisziplinen für sich entscheiden. Im internationalen Vergleich liegt Sachsen nur noch hauchdünn hinter den Spitzennationen Finnland und Hongkong. Die Kultusminister aller Bundesländer zeigten sich mit den Ergebnissen der PISA-Studie unter dem Strich zufrieden und stellten heraus, dass selbst die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin, die traditionell am Tabellenende zu finden sind, gegenüber den führenden Ländern aufgeschlossen hätten. Nach Meinung von Annegret Kramp-Karrenbauer, Kultusministerin des Saarlands und gleichzeitig Vorsitzende der deutschen Kultusministerkonferenz, schließe sich die Schere des Bildungsniveaus innerhalb der Bundesrepublik langsam aber sicher. Ein aus deutscher Sicht ebenfalls erfreuliches Ergebnis ist die Tatsache, dass im Bereich Naturwissenschaften inzwischen 13 Bundesländer über dem Schnitt der Industrienationen liegen. Defizite mussten dagegen vor allem in der Disziplin Lesen/Textverständnis registriert werden. Der PISA-Forscher Manfred Prentzel appellierte vor allem an die weiterführenden Schulen, das Lesen nicht zu vernachlässigen, da diese Gabe nicht nur in den Grundschulen, sondern sehr wohl auch noch danach ausgebaut werden könne und müsse.



