Der Meinung wurde am Dienstag, den 23. Juni 2009 um 09:22 Uhr veröffentlicht und wurde unter Bildung & Weiterbildung abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Plattdeutsch, von seinen Sprechern liebevoll Plattdüütsch genannt, ist eine Sprache, in der gegenwärtig überwiegend lustige Geschichten verfasst werden. Als mündliche Sprache wird in dörflichen Strukturen auch heute überwiegend Plattdeutsch verwendet.
Kennzeichen des Plattdeutschen
Das Plattdeutsche wurde von der hochdeutschen Lautverschiebung nicht erfasst, so dass weiterhin ik (ich) und dat (das, dass) gesagt wird. Ein typischer Laut ist das lange offene [o], welches zur Unterscheidung vom geschlossenen [o] bevorzugt als /aa/ geschrieben wird. Außerhalb des plattdeutschen Sprachgebietes wird die Aussprache des /st/ als [st] statt [scht] häufig als typisch empfunden, tatsächlich variiert die Aussprache hierbei jedoch regional.
Dialekte und Abgrenzungen
Die nordniedersächsischen Mundarten, die auch in weiten Teilen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gesprochen werden, sind überregional verständlich. Außerhalb des eigenen Sprachgebietes kaum zu verstehen ist das Münsterländer Platt, welches fast alle Vokale bricht. Dadurch erklärt sich, dass die Lübecker Mundart im Mittelalter die Verständigungssprache der gesamten Hanse war und sich sowohl im Lettischen als auch im Estnischen zahlreiche plattdeutsche Lehnwörter finden. Die Mundarten des Niederrheins werden von ihren Sprechern als Platttdeutsch bezeichnet. Sie weisen den niederdeutschen Lautbestand auf, bilden das Partizip der Vergangenheit jedoch mit der Vorsilber ge- (oft [je-] gesprochen), die im Niederdeutschen nicht verwendet wird. Aus diesem Grund handelt es sich bei den am Niederrhein gesprochenen Mundarten um Mischdialekte zwischen Hoch- und Plattdeutsch.


