Der Meinung wurde am Dienstag, den 28. Juli 2009 um 17:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Auto und Motor abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Die Formel 1 steht womöglich vor einem der größten Comebacks der Sport-Geschichte. Nachdem der etatmäßige Ferrari-Fahrer und amtierende Vize-Weltmeister Felipe Massa am vergangenen Samstag beim Qualifikationstraining zum GP von Ungarn schwer verunglückte und seine Genesung wohl noch mehrere Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen dürfte, wird in der Formel 1 ein Name immer öfter genannt – Michael Schumacher. Der siebenfache Formel 1-Weltmeister saß bereits von 1996 bis zum Ende seiner Karriere im Oktober 2006 elf Jahre lang hinter dem Steuer eines Ferraris und ist nach wie vor als Berater für die Scuderia tätig.
Noch am Rande des GP von Deutschland, wo Michael Schumacher an der Strecke war, schloss die Motorsport-Legende ein Comeback in der Formel 1 kategorisch aus. Nun, nach veränderter Sachlage, war von Michael Schumacher noch keine Stellungnahme zu einem möglichen Comeback in der Königsklasse des Motorsports zu hören, stattdessen beschränkte sich Schumacher auf Genesungswünsche für seinen ehemaligen Ferrari-Teamkollegen und Freund Felipe Massa. Auch die Äußerungen von Sabine Kehm, der Pressesprecherin von Michael Schumacher, schließen ein Comeback des Rekord-Weltmeisters nicht gänzlich aus. Kehm erklärte, dass nun Ferrari am Zug sei, um an Michael Schumacher bezüglich eines möglichen Engagements in der Formel 1 heranzutreten. Erst dann werde sich Schumacher aktiv mit dem Thema befassen und sich gegebenenfalls auch dazu äußern, so Kehm.
Die italienischen Medien und auch immer mehr Experten, allen voran Niki Lauda, der in der Formel 1 ebenfalls schon einen Ferrari pilotierte, fordern Ferrari dazu auf, “bei Michael Schumacher anzurufen“, so Lauda wörtlich. Es dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo schon bald zum Telefon greifen wird, wenn er es nicht schon längst getan hat. Die vierwöchige Pause der Formel 1 bis zum GP von Europa in Valencia gäbe Ferrari und Michael Schumacher ausreichend Zeit, um die notwendigen Formalitäten zu erledigen. Unter anderem müsste Schumacher die für die Formel 1 notwendige Super-Lizenz beantragen, die der Motorsport-Weltverband FIA dem Ex-Weltmeister wohl aber auf dem Silbertablett servieren würde. Die Entscheidung über ein mögliches Comeback in der Formel 1 dürfte damit alleine bei Michael Schumacher liegen.



