Wer auf den Straßen in Europa mit dem Auto unterwegs ist, muss sich vor allem in den Großstädten einiger Länder auf besondere Regeln bezüglich Maut, Vignetten, Umweltzonen oder ähnliche Bestimmungen einstellen. Am bekanntesten ist in diesem Zusammenhang wohl die Vignettenpflicht in der Schweiz, die auf der Autobahn als pauschale Maut für einen bestimmten Zeitraum bezahlt werden muss. Aber auch noch einige weitere Länder in Europa bitten die Autofahrer für die Benutzung ihrer Autobahnen mit einer Vignette zur Kasse, z.B. Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Tschechien oder die Slowakei.

Länder wie Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland, die Türkei, Polen, Kroatien, Serbien, Mazedonien und Norwegen bevorzugen hingegen eine streckenbezogene Maut, die auf den Autobahnen in regelmäßigen Abständen direkt vor Ort zu begleichen ist. Dieses System hat den Vorteil, dass es von den Autofahrern als gerechter empfunden wird, als eine Vignette, die unter Umständen nur für die einmalige Verwendung bezahlt werden muss. Als größter Nachteil der streckenbezogenen Maut muss allerdings die Wartezeit genannt werden, die vor allem zu den Hauptreisezeiten entstehen kann.

Noch vergleichsweise wenig verbreitet sind in Europa die sogenannten Umweltzonen, die das Autofahren in den Städten teilweise oder sogar ganz verbieten. Umweltzonen gibt es derzeit schon in einigen Städten in Italien (Rom, Bologna), Deutschland und Ungarn (Budapest). Auch in Österreich sollen Umweltzonen demnächst Einzug in die ersten Städte erhalten. Gut möglich, dass es in Graz schon in Kürze zu einem Pilotversuch für Österreich kommt. In Wien wird hingegen über eine City-Maut nachgedacht, um die Bevölkerung und Touristen zum freiwilligen Umstieg auf Bus und Bahn zu bewegen.

Ein Kommentar zu “Maut, Vignetten, Umweltzonen & Co – Autofahren in Europa”


  1. Herbert Landauer schreibt:

    Die Autobahnvignette ist sinnvoll und ist unbedingt einzuführen. Die unsinnige Auffassung des Chefredakteurs der ADAC Motorwelt, Michael Ramstetter, ist nicht nachvollziehbar. Die Auffasung es handle sich um eine Flatrate für Vielfahrer ist reine Polemik. Vielfahren zahlen bereits einen erheblichen Beitrag zur Erhaltung der Straßen.Die Wenigfahrer sind mit einem vertretbaren Grundbetrag an deren Bereithaltung zu beteiligen. Es sind ja gerade diese, die in den Urlaubszeiten die Autobahnen verstopfen und sich aber dann aber aufregen



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