Der Meinung wurde am Donnerstag, den 17. Dezember 2009 um 16:12 Uhr veröffentlicht und wurde unter Auto und Motor abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Wer auf den Straßen in Europa mit dem Auto unterwegs ist, muss sich vor allem in den Großstädten einiger Länder auf besondere Regeln bezüglich Maut, Vignetten, Umweltzonen oder ähnliche Bestimmungen einstellen. Am bekanntesten ist in diesem Zusammenhang wohl die Vignettenpflicht in der Schweiz, die auf der Autobahn als pauschale Maut für einen bestimmten Zeitraum bezahlt werden muss. Aber auch noch einige weitere Länder in Europa bitten die Autofahrer für die Benutzung ihrer Autobahnen mit einer Vignette zur Kasse, z.B. Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Tschechien oder die Slowakei.
Länder wie Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland, die Türkei, Polen, Kroatien, Serbien, Mazedonien und Norwegen bevorzugen hingegen eine streckenbezogene Maut, die auf den Autobahnen in regelmäßigen Abständen direkt vor Ort zu begleichen ist. Dieses System hat den Vorteil, dass es von den Autofahrern als gerechter empfunden wird, als eine Vignette, die unter Umständen nur für die einmalige Verwendung bezahlt werden muss. Als größter Nachteil der streckenbezogenen Maut muss allerdings die Wartezeit genannt werden, die vor allem zu den Hauptreisezeiten entstehen kann.
Noch vergleichsweise wenig verbreitet sind in Europa die sogenannten Umweltzonen, die das Autofahren in den Städten teilweise oder sogar ganz verbieten. Umweltzonen gibt es derzeit schon in einigen Städten in Italien (Rom, Bologna), Deutschland und Ungarn (Budapest). Auch in Österreich sollen Umweltzonen demnächst Einzug in die ersten Städte erhalten. Gut möglich, dass es in Graz schon in Kürze zu einem Pilotversuch für Österreich kommt. In Wien wird hingegen über eine City-Maut nachgedacht, um die Bevölkerung und Touristen zum freiwilligen Umstieg auf Bus und Bahn zu bewegen.


