Keine Ausweitung der Abwrackprämie geplant

14.02.2009 Autor: Kai Rebmann

Im Rahmen des von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Konjunkturpakets II, das ein Volumen von 50 Milliarden Euro aufweist, können Käufer eines Neu- oder Jahreswagens bis zum Jahresende auf die sogenannte Abwrackprämie zurückgreifen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Altwagen mindestens neun Jahre alt ist und der Verschrottung zugeführt wird. Das Angebot ist allerdings auf 600.000 Fahrzeuge bzw. 1,5 Milliarden Euro begrenzt. Pro verschrottetem Altfahrzeug gibt es also eine Abwrackprämie in Höhe von 2.500 Euro als Einmalzahlung. Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende des Wolfsburger Autobauers VW, lobte die Abwrackprämie als sinnvolles Instrument zur Belebung des Absatzmarktes und führte den VW Polo als Bespiel an. Vom VW Polo seien seit Einführung der Abwrackprämie rund 40.000 Modelle mehr produziert worden, als ursprünglich geplant, so Winterkorn. Daher machte er sich für eine Ausweitung der Abwrackprämie stark und erhielt dabei unter anderem auch Unterstützung aus der Politik. Christian Wulff (CDU), Ministerpräsident von Niedersachsen, sprach sich für ein höheres Volumen der Abwrackprämie aus, da sie die Beschäftigung in der arg gebeutelten Autoindustrie sichere. Im Gegensatz dazu wollen die Grünen noch Nachbesserungen zum Schutze der Umwelt verwirklicht sehen. So soll etwa die Steuer für Diesel-Fahrzeuge mit über zwei Litern Hubraum angehoben werden. Derzeit gehen täglich rund 6.000 Anträge auf die Abwrackprämie ein, so dass der Gesamtetat durchaus schon weit vor Jahresende aufgebraucht sein könnte. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums ließ inzwischen verlauten, dass eine Ausweitung der Abwrackprämie im Moment nicht zur Debatte stehe, weder in zeitlicher noch in materieller Form.

4 Kommentare zu “Keine Ausweitung der Abwrackprämie geplant”


  1. tom schreibt:

    erst versprechen dann nicht zahlen – ich muss bis juni auf meinen neuen golf warten – betrug auf ganzer linie?


  2. H.K. schreibt:

    ERSCHRECKEND:
    Ich hab mal die Kosten für unseren Punto 1998 mit einem neuen Skoda Fabia verglichen.
    Fahrleistung 10.000 km pro Jahr
    bei angenommenen 1,50 Euro pro Liter:
    - – -
    Skoda Fabia Neu ohne Extras:
    Verbrauch 5,9 Liter auf 100: 885,-
    Haftpflicht + Vollkasko: 273,-
    Steuer 1,2 Liter Euro 4: 81,-
    Inspektionen/Rep. pauschal: 200,-
    ZUSAMMEN PRO JAHR: 1439,-
    - – -
    Fiat Punto 1998:
    Verbrauch 6,5 Liter auf 100: 975,-
    Haftpflicht + Teilkasko: 218,-
    Steuer 1,1 Liter Euro 3: 81,-
    Inspektionen/Rep. pauschal: 500,-
    ZUSAMMEN PRO JAHR: 1774,-
    - – -
    Man spart also mit dem Fabia 335,- pro Jahr.
    - – -
    Er kostet nach Abzug aller Vergünstigungen
    also minus 2500,- Abwrack und minus 2010,- Hausbonus
    nur noch 5770,-
    - – -
    ABER: 5770,- geteilt durch 335,- ergibt:
    DER NEUE MACHT SICH IN CA. 17 JAHREN (!!!) BEZAHLT.
    - – -
    Und auch nur, wenn man ihn bar bezahlt.


  3. Sascha schreibt:

    Ich hätte nie gedacht, dass sich so viele um die Abwrackprämie reißen. Wegen 2500 Euro sein Auto zu verschrotten und deshalb ein Neufahrzeg anschaffen, steht meiner Meinung nach nicht im Verhältnis. Zudem verdient hier der Staat kräftig mit und verzögert nur den Tiefpunkt der Autoindustrie.


  4. Bringt die Abwrackprämie am Ende doch nur Schulden für die Bürger mit sich? » Beitrag » Kredit und Finanzen schreibt:

    [...] Für Dauersubventionen stehe ich nicht zur Verfügung”, sagte er zu den Spekulationen, dass die Abwrackprämie auch über dieses Jahr hinaus laufen könnte. „Ich wollte unbedingt eine Grenze, damit keine [...]



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