Der Meinung wurde am Dienstag, den 13. April 2010 um 22:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Auto und Motor abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Es war einer der größten Skandale in der Geschichte des Motorsports und bestimmte im vergangenen Jahr die Schlagzeilen über die Formel 1 fast noch mehr als die sportlichen Ergebnisse auf der Rennstrecke. Die Rede ist vom Unfall-Skandal beim Formel 1 GP von Singapur im September 2008, bei dem das damalige Renault-Team um Teamchef Flavio Briatore, Technik-Chef Pat Symonds und Fahrer Nelson Piquet Jr. die unrühmlichen Hauptrollen spielten. Flavio Briatore und Pat Symonds sollen Nelson Piquet Jr. damals zu einem fingierten Unfall “überredet“ haben, um dessen Teamkollegen Fernando Alonso durch die notwendig gewordene Safety-Car-Phase zum Rennsieg zu verhelfen.
Nach Bekanntwerden des Skandals, der von der Boulevard-Presse “Crashgate“ getauft wurde, reagierte der Motorsport-Weltverband mit drakonischen Strafen für Flavio Briatore und Pat Symonds. Sowohl Briatore als auch Symonds wurden lebenslang aus der Formel 1 verbannt, Nelson Piquet Jr. kam als vermeintliches “Opfer“ ohne nennenswerte Strafen durch die FIA davon, wird es aber wohl schwer haben, jemals wieder ein Cockpit in der Formel 1 zu bekommen. Nicht nur Flavio Briatore witterte nach dem Urteilsspruch einen persönlichen Rachefeldzug des damaligen FIA-Präsidenten Max Mosley, der den Renault-Teamchef noch nie zu seinen Freunden zählte.
Mit seiner Berufung gegen das FIA-Urteil konnte Briatore nun einen Teilerfolg verbuchen. Die lebenslange Sperre für den Motorsport wurde zwar aufgehoben, eine Rückkehr in die Formel 1 ist für den Italiener aber frühestens zur Saison 2013 möglich. Briatore und die FIA einigten sich auf diesen Kompromiss, nachdem das Gericht auf gravierende Verfahrens- und Formfehler beim ursprünglichen Urteil hingewiesen hatte.



