Der Meinung wurde am Freitag, den 09. April 2010 um 13:12 Uhr veröffentlicht und wurde unter Auto und Motor abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Nach den wenig erbaulichen Partnerschaften mit Chrysler und Mitsubishi sucht Daimler sein Glück nun offenbar in einem Bündnis mit dem französischen Autobauer Renault. Renault arbeitet seinerseits schon seit einigen Jahren relativ erfolgreich mit Nissan zusammen, was sich insbesondere im Bereich der Kleinwagen bemerkbar macht. Die Kleinwagen müssen bei der Premium-Marke Daimler hingegen als Achillesferse bezeichnet werden, da in dieser Sparte in schöner Regelmäßigkeit rote Zahlen geschrieben werden. Ob es sich bei der Partnerschaft zwischen Daimler einerseits und Renault sowie Nissan andererseits jedoch um eine Liebesheirat oder doch nur eine Zweckehe handelt, wird abzuwarten bleiben.
Nicht wenige Beobachter mutmaßen, Daimler habe sich bei der Suche nach einem potenten Hersteller von Kleinwagen nur deshalb für Renault und Nissan entschieden, weil aktuell kein adäquater Kandidat auf dem Markt sei. Begründet wird diese Skepsis vor allem mit dem offensichtlichen Widerspruch, dass bei Renault und Nissan zuletzt ausgerechnet die auf billige Kleinwagen spezialisierte Marke Dacia die größten Gewinne brachte. Wie sich das mit dem gehobenen Anspruch von Daimler vereinbaren lässt ist aber nur eine von mehreren offenen Fragen.
Weiterhin dürfte für Daimler früher oder später die Tatsache zum Problem werden, dass der französische Staat mit 15 % an Renault beteiligt ist, was in der Privatwirtschaft naturgemäß nicht gerne gesehen wird. Unter dem Strich bleibt für Daimler also eine risikobehaftete, aber vielleicht doch sinnvolle Partnerschaft mit Renault und Nissan.



