Der Meinung wurde am Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 13:48 Uhr veröffentlicht und wurde unter Meinungen abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Auch einen Tag nach dem verheerenden Anschlag in Lüttich sind viele Fragen noch ungeklärt. Sicher ist jedoch, dass Nordine A. am Tage des Anschlags einen Termin auf dem Polizeipräsidium hatte. Da Nordine A. bereits im Gefängnis saß liegen nun die Vermutungen nahe, dass er aus Angst vor einer weiteren Inhaftierung das Blutbad auslöste.
Zum derzeitigen Zeitpunkt ist allerdings klar, dass Nordine A. zuerst die Putzfrau seines Nachbarn erschoss bevor er sich dann auf den Weg zum Weihnachtsmarkt machte. Die Leiche der Putzfrau wurde in einem Schuppen nahe des Weihnachtsmarkts gefunden. Diesen Schuppen hatte Nordine A. angemietet um dort illegal Cannabis anbauen zu können.
Auf dem Weihnachtsmarkt warf er zunächst drei Handgranaten in eine Bushaltestelle bevor er begann auf die fliehenden Menschen zu schießen. Durch die Granaten wurden zwei Studenten, 15 und 17 Jahre alt, direkt vor Ort getötet, ein siebzehn Monate altes Kleinkind erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Durch die Schießerei auf dem Place Saint-Lambert wurden insgesamt 125 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt.
Nordine A. setzte seinem Leben noch am Place Saint-Lambert durch einen Kopfschuss ein Ende. In der bei ihm aufgefundenen Tasche stellte die Polizei später weitere Waffen sicher.
Da Nordine A. keinen Abschiedsbrief hinterlassen hat werden die Gründe für sein Attentat auch weiterhin im Unklaren bleiben.



